Virtuelles Mehrgenerationenhaus

Saarwellingen geht ans Netz – einmaliges Projekt der Internetkampagne Onlinerland Saar

SAARWELLINGEN Das Projekt „Virtuelles Mehrgenerationenhaus“ wächst weiter. Neben den Häusern in den Modellkommunen Neunkirchen, Merzig, Tholey und Püttlingen, die bereits 2016 ans Netz gegangen sind, hat nun ein weiteres in seine Türen geöffnet.

Staatsekretär Stephan Kolling, der Direktor der Landesmedienanstalt Saarland, Uwe Conradt, und der Vorstandsvorsitzende des MedienNetzwerks SaarLorLux e.V., Dr. Gerd Bauer, haben dort den 15 Teilnehmer, die aus einer Vielzahl an Bewerbern ausgesucht wurden, ihre Tablet-PCs als Schlüssel in die virtuelle Welt überreicht.

„Mit den Tablet-PCs, die den Teilnehmerinnen und Teilnehmern für die Laufzeit des Projektes kostenlos zur Verfügung gestellt werden, können diese nicht nur Kurse und Veranstaltungen des „Virtuellen Mehrgenerationenhauses“ besuchen, sondern auch herausfinden, welchen Nutzen sie ganz persönlich für sich aus einem Tablet-PC und dem Internet für ihren Alltag ziehen können. Der Tablet-PC ist sozusagen der Schlüssel zur virtuellen Welt“, so Dr. Bauer.

Stephan Kolling ergänzte: „Ziel des Projekts ist es, den Begegnungsraum vor Ort um interaktive Kommunikationsmöglichkeiten zu erweitern. Dadurch sollen sich Saarländerinnen und Saarländer im realen wie im virtuellen Leben generationenübergreifend miteinander vernetzen. Mittel- und langfristig kann die Nachbarschaftshilfe hierdurch deutlich gestärkt werden. Auch dem gesamtgesellschaftlichen Problem der Vereinsamung von Älteren und körperlich eingeschränkten Personen kann durch die hier stattfindende Integration entgegengewirkt werden. Daher fördern wir dieses Projekt gerne und unterstützen die Erweiterung um zwei zusätzliche Modellkommunen.“

Für den Direktor der Landesmedienanstalt Saarland, Uwe Conradt, ist es wichtig, dass durch das „Virtuelle Mehrgenerationenhaus“ die Förderung der Medienkompetenz generationenübergreifend stattfinden kann.

„Den Teilnehmern werden für die Projektdauer Tablet-PCs zur Verfügung gestellt, die sie nutzen, um ihr Leben „smarter“ zu gestalten. Sie lernen durch die tägliche Nutzung, dass das Internet nicht nur etwas für junge Menschen ist, sondern für jeden etwas zu bieten hat. Und, was noch viel wichtiger ist: Sie lernen die sichere Nutzung des Internets kennen, und das nicht alleine, sondern in einer Gruppe von Gleichgesinnten, die sich auch untereinander helfen. Das ist gelebte Medienkompetenz!“, so Conradt.

Das Projekt ist deutschlandweit einmalig. Es ist Bestandteil der Internetkampagne Onlinerland Saar, die seit 2005 Seniorinnen und Senioren ins Internet bringt. Diese Initiative des MedienNetzwerks SaarLorLux e.V., wird finanziell von der Landesmedienanstalt Saarland und dem Ministerium für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie unterstützt. red./jb

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