Vielfalt und Spannung

Das 31. Internationale Jazzfestival St. Ingbert steht vor der Tür

ST. INGBERT Was beim Jazz derzeit angesagt ist, kann man wieder beim 31. Internationalen Jazzfestival St. Ingbert erleben, das vom 30. März bis 2. April stattfinden wird.

Vor der Presse würdigte Oberbürgermeister Hans Wagner das Event als „interessantestes Jazzfestival des Saarlandes“. Yvan Tan, der künstlerische Berater des federführenden Arbeitskreis Jazz, versprach vier Tage voller „Vielfalt und Spannung“.

Organisator Stefanz Folz vom städtischen Kulturamt: „Wir leben in Zeiten, in denen sich die Dinge immer rasanter verändern. Da darf die Jazzmusik nicht zurückstehen. Derzeit ist diese weit gespannte Musikrichtung sicherlich eine der innovativsten und experimentierfreudigsten Kunstrichtungen überhaupt.

Dem Rechnung zu tragen ist das Konzept des Internationalen Jazzfestivals St. Ingbert. Dort geht man stets auf Neue auf die Suche nach spannender Musik. Dass dabei manchmal die Grenzen des Begriffs ‚Jazz‘ ausgelotet werden, gehört dazu.“ So wandere Jasmin Tabatabai (Samstag, 1. April, 21.30 Uhr) über die Grenzen von Jazz und Pop. Ähnlich und doch ganz anders Lucia Cadotsch und ihr Trio, die am gleichen Tag um 19 Uhr auftreten. „Hier finden faszinierende und win wenig provokante Dialoge zwischen Sängerin und Band statt. Man muss es gehört haben“, so Folz weiter.

Dennoch, Neues basiert auf Vorhandenem. Daher werden auch in diesem Jahr Projekte vorgestellt, welche den Respekt vor der Tradition erkennen lassen.

Doch Künstler wie etwa die Porsche Bigband (Freitag, 31. März, 19.30 Uhr) oder Sandro Roy, Giovanni Weiss und das Jermaine Landsberger Trio (Freitag, 31. März, 21 Uhr) sind viel zu neugierig, um es dabei zu belassen. Hier werden Ikonen der Jazzmusik zitiert, ihr Können gewürdigt und es wird gefragt, wie wäre es weitergegangen?

Jasmin Tabatabai und The Manhattan Transfer

Jazzmusik hat seit den 1960er-Jahren den Ruf, schwierig und schwer verdaulich zu sein. Dass dieses Vorurteil nicht stimmt, auch das will das St. Ingberter Festival beweisen. In diesem Jahr geschieht das etwa durch die Gesangsformation The Manhattan Transfer, die am Abschlusstag, Sonntag, 2. April, ab 19 Uhr aufspielt. Kaum ein Song der vier US-Amerikaner, der in den letzten Jahrzehnten nicht zum gerne gehörten Evergreen geworden wäre.

Nicht nur für Stefan Folz im Übrigen das Highlight des Festivals 2017.

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