Verlustfreier Tabellenführer

Auch der RC Merken muss sich dem KSV Köllerbach beugen

KÖLLERBACH In der Ringer-Bundesliga West ließ der verlustpunktfreie Tabellenführer KSV Köllerbach auch am zehnten Kampftag nichts anbrennen. Bei seinem Heimkampf am Samstagabend (11. November) in der Köllerbacher Kyllberghalle gegen den Ringerclub 1987 Merken gelangte der sechsfache deutsche Mannschaftsmeister zum 22:11-Sieg. Mit dem doppelten Punktgewinn gegen den RC Merken ist der KSV Köllerbach in der DRB-Hauptrunde als Spitzenreiter bereits uneinholbar durch. Dank dieser blendenden Ausgangslage in der Bundesliga West gehört die Mannschaft von Teamleiter Thomas Geid bei der Auslosung der Play-Off-Runde am 25. November in Köllerbach zu den gesetzten Ringer-Staffeln.

Am Samstagabend lag die Gäste-Mannschaft von Cheftrainer Tim Nettekoven zur Halbzeitpause zunächst mit 10:8 vorne. So stand KSV-Ersatzmann Sergio Schäfer in der leichtesten Gewichtsklasse bis 57 kg (griechisch-römisch) gegen den international erfahrenen Spitzenringer Zurab Matcharashvili auf gänzlich verlorenem Posten. Der Georgier, der im letzten Jahr noch für den SV Triberg auf die Matte ging, stand bereits nach 46 Sekunden mit 16:0 als technisch überlegener Punktsieger fest. Im zweiten Kampf des Abends war dann aber der KSV Köllerbach mit dem Siegen an der Reihe. Für die Saarländer ging Oleksandr Khotsianivskyi in der schwersten Gewichtsklasse bis 130 kg an den Start. Der Freistil-Spezialist bekam es mit dem mehrfachen slowakischen Meister Jozef Jaloviar zu tun. Doch der Ringer des AC Merken konnte gegen den Ukrainer des KSV Köllerbach überhaupt nichts ausrichten. Nach exakt 65 Sekunden war das ungleiche Duell schon vorbei: „Sascha“ Khotsianivskyi gelangte nach 15:0 Wertungszählern zum technisch überlegenen Punktsieg.

In der Klasse bis 61 kg (Freistil) hatte der AC Merken mit Andrei Dukov den amtierenden Vize-Europameister 2017 in seinen Reihen. Er musste sich mit dem jungen KSV-Athleten Valentin Seimetz auseinandersetzen. Und das Köllerbacher Ringer-Talent lieferte Dukov ein zu jeder Zeit beherztes Gefecht, konnte jedoch schlussendlich eine 0:6-Punktniederlage nicht verhindern. In der Klasse bis 98 kg (griechisch-römisch) nahm es Alexander Geid mit Andreas Enns vom RC Merken auf. Doch nach einer Minute und fünfzig Sekunden landete der Köllerbacher Greco-Mann auf beiden Schultern.

Freundschaftskampf

In der Klasse bis 66 kg kassierte der deutsche Greco-Meister Etienne Kinsinger vom KSV Köllerbach die maximalen vier Siegzähler gegen Dominik Bauer bereits an der Waage. Der Ringer des RC Merken hatte fast fünf Kilo Übergewicht mitgebracht. Im anschließenden Freundschaftskampf zeigte sich der Köllerbacher Kinsinger dem Gäste-Ringer aus Merken mit 8:0 nach Punkten ebenfalls überlegen. In der Klasse bis 86 kg (Freistil) prallten für den KSV Köllerbach der Ungar Istvan Vereb und für den AC Merken Abdoulla Omarov aufeinander. Spitzenringer Vereb behielt in den sechs Kampfminuten stets die Übersicht und siegte mit 5:2 nach Punkten.

Der schönste Kampf des Abends fand dann in der Klasse bis 71 kg (Freistil) statt. Vladimir Dubov hatte gegen Timo Moosmann nach rund fünfeinhalb Minuten h 17 Wertungszähler auf seinem Zettel stehen, bei Moosmann blieb das Blatt dagegen leer. Für den technisch überlegenen Punktsieg heimste der KSV-Athlet die maximalen vier Zähler ein.

In der Klasse bis 80 kg (griechisch-römisch) nahm der Köllerbacher Urs von Tugginer sein Herz dann in beide Hände. Obwohl der KSV-Ringer ganze sieben Kilo leichter als sein Gegner Kai Stein war, hielt Urs von Tugginer sechs Minuten tapfer dagegen. Mit 0:2 hielt sich die Punktniederlage des Köllerbachers in Grenzen. In der Klasse bis 75 kg A (griechisch-römisch) wurde KSV-Publikumsliebling Timo Badusch von Mattenleiter Holger Bellin (Rheinhessen) zum Aufgabesieger erklärt, weil sein Kontrahent Domenik Chelo verletzungsbedingt das Kampfgeschehen nicht aufnehmen konnte. So gelangte Badusch für den KSV kampflos zu den maximalen vier Siegzählern.

Den letzten Kampf des Abends bestritt für den KSV Köllerbach Mihail Sava in der Gewichtsklasse 75 kg B. Der Rumäne ließ sich gegen Denis Rubach vom AC Merken nicht lange bitten und punktete in der freien Stilart munter drauf los. Nach zwei Minuten und 34 Sekunden wurde der KSV-Ringer mit 16:0 technisch überlegener Punktsieger.

Am Samstag, 18. November, muss der KSVK auswärts zu einem weiteren Saar-Derby antreten. In der Welschbachhalle der Gemeinde Illingen wartet dann um 19.30 Uhr der ASV 08 Hüttigweiler auf den sechsfachen deutschen Mannschaftsmeister. red./sh

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