Unglückliche Niederlage

Friedrichsthal verliert trotz guter Leistung in einem engen Spiel mit 6:7 gegen Kaiserslautern

FRIEDRICHSTHAL Die Wasserballer des SV Friedrichsthal traten gegen den Kaiserslauterer SK, der seine erste Partie gegen den Vizemeister Ludwigshafen gewonnen hatte, in Bestbesetzung und mit voller Auswechselbank an.

Nachdem man in der vergangenen Saison bei fast allen Aufeinandertreffen auf Augenhöhe agiert hatte, das Halbfinale beim eigenen Turnier im September wurde beispielsweise erst nach zahlreichen Versuchen im 5-Meter-Werfen entschieden, wollte man dieses Mal die Punkte im eigenen Bad behalten.

Entsprechend motiviert starteten die SVFler in die Partie, wobei in den ersten Minuten die Abwehrreihen beider Mannschaften stark agierten und bis in die vierte Minute das 0:0 hielten. Friedrichsthal ging schließlich mit 1:0 in Führung und erwischte auch sonst den etwas besseren Auftakt in eine hochspannende Partie. Auf die erste Führung der Gastgeber antwortete der KSK nicht nur mit dem Ausgleich, sondern auch mit der ersten Führung, welche jedoch nur wenige Sekunden Bestand haben sollte. Im Gegensatz zu den vergangenen Jahren konnten die Friedrichsthaler durch gute Schüsse aus der Distanz die Raumdeckung der Gäste aushebeln, welche das Centerspiel der Saarländer verhindern sollte. Nach zwischenzeitlicher Führung der Hausherren ging es allerdings mit einem 3:3 in die erste ­Pause.

Im zweiten Spielabschnitt hatten die Friedrichsthaler dann deutlich mehr von der Partie und konnten sich mit zwei Toren absetzen, da Kaiserslautern nach dem vierten Rückraumtreffer mehr in die Pressdeckung wechseln musste.

Allerdings gelang es Friedrichsthal nicht, weiter davon zu ziehen, sodass Kaiserslautern erneut den Anschluss vor der Pause erzielte. Besonders ereignisarm aber spannend verlief der dritte Spielabschnitt: Gerade mal zwei Aktionen – ein Ausschlussfehler und der Ausgleichstreffer – fanden ihren Weg auf das Protokoll.

Beide Mannschaften scheiterten trotz guter Aktionen vor dem gegnerischen Tor, wobei Friedrichsthal die Präzision des zweiten Abschnitts vermissen ließ und zu einfache Schüsse auf das gegnerische Tor abgab. Vom abermaligen Ausgleich ließen sich die Saarländer nicht aus der Ruhe bringen, sondern gingen durch einen Strafwurf mit 6:5 in Führung, die den Pfälzern jedoch abermals egalisiert wurde. In den letzten vier Minuten war somit die Partie völlig offen. In drei Überzahlsituationen konnte Kaiserslautern kein einziges Mal zum Erfolg kommen. Ebenso gelang es aber auch dem SVF nicht, Zählbares zu verbuchen. Die im flachen Teil des Beckens besser funktionierende Raumdeckung der Gäste versuchte man vor allem über die Außenpositionen zu knacken, wofür allerdings die Abschlüsse etwas zu ungenau waren. Als sich doch einmal nach gutem Anspiel die Möglichkeit aus der Centerposition ergab, wurde auch diese ausgelassen. So gelang es Kaiserslautern 19 Sekunden vor Schluss, mit einem Treffer durch einen direkt ausgeführten Freiwurf etwas glücklich in Führung zu gehen und die zwei Punkte einzufahren.

Nach dem äußerst knappen Spielverlauf und dem für die Oberliga recht hohen Spielniveau beider Mannschaften wäre ein Unentschieden das gerechte Ergebnis gewesen. So müssen sich die Friedrichsthaler mit der guten Leistung begnügen und im Ende Februar anstehenden Saarderby beim SV Neunkirchen wieder zwei Punkte einfahren. red./jb

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