Umfassende Hilfe für Flüchtlinge

Das „Netzwerk Ankommen“ hat eine Zwischenbilanz seiner Arbeit vorgestellt

SAARBRÜCKEN Am Montag vergangener Woche hat das saarländische „Netzwerk Ankommen“ in seiner Geschäftsstelle im Nauwieser Viertel eine erste positive Zwischenbilanz seiner Unterstützungsarbeit für Flüchtlinge vorgestellt. Im Netzwerk sind über 150 freiwillige Helfer in Sprachkursen aktiv, helfen bei Behörden- und Arztbesuchen, bei der Wohnungssuche und bei der Orientierung in unserer Gesellschaft.

Seit März 2016 wird Ankommen mit hauptamtlichen Stellen durch die Fernseh-Lotterie Aktion Mensch unterstützt. Einen wichtigen finanziellen Beitrag leisten auch der Verband der Metall- und Elektroindustrie des Saarlandes (ME Saar) und die Peter und Luise Hager-Stiftung. Alexandra Gravelaar, Stefanie Weiss und Eugen Georg sind Ansprechpartner in der Geschäftsstelle. Es werden Veranstaltungen geplant, Treffen der Ehrenamtler organisiert, Gesuche besprochen und gelöst – etwa wenn per E-Mail die Anfrage kommt: „Eine vierköpfige syrische Familie such dringend Wohnraum in Saarbrücken.“

„Die Integration in Gesellschaft und Arbeitsmarkt braucht Zeit und benötigt Engagement. Sie kann nur gelingen, wenn wir uns um die Menschen kümmern, die bei uns Zuflucht suchen. Viele dieser Menschen haben traumatische Erfahrungen gemacht, sie stehen vor der großen Herausforderung, sich in einer fremden Kultur, einer fremden Sprache und unbekannter Umgebung zurechtzufinden. Wir sind sehr froh, dass sich so viele ehrenamtlichen Helfer im Netzwerk Ankommen so stark einbringen und wir dazu einen Beitrag leisten können“, sagte Oswald Bubel, Mitglied im Vorstand der Peter und Luise Hager Stiftung. Joachim Malter, Hauptgeschäftsführer ME Saar, betonte: „Flüchtlinge, die in Deutschland bleiben, müssen schnellstmöglich in Schulbildung, Ausbildung und Beschäftigung kommen. Das Netzwerk Ankommen gibt Hilfe zur Selbsthilfe, das begrüßen wir sehr“. Aus Sicht der Netzwerkkoordinatoren ist es wichtig, dass die Flüchtlinge mit der Unterstützung der Paten den Zugang in unsere Gesellschaft finden und mehr und mehr eigene Verantwortung für ihr Leben übernehmen. Inzwischen haben sich die Initiativen auch auf die Frage der Ausbildung und Integration ins Berufsleben ausgedehnt, für die Zukunft die wichtige und entscheidende Aufgabe für die Integrationsbemühungen.

Infos: Netzwerk Ankommen, Nauwieser Straße 52, Tel. (0681) 3799-264, E-Mail kontakt@ankommen-saarland.de, www.ankommen-saarland.de. red./sh

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