Umbau Ludwigspark wird teurer

Die Gesamtkosten für das Stadion sollen 28 Millionen Euro betragen

SAARBRÜCKEN Trotz einer von erfahrenen Stadionplanern erstellten Kostenkalkulation geht die Landeshauptstadt heute von Mehrkosten für den Umbau des Ludwigsparkstadions in seiner beschlossenen Form in Höhe von insgesamt rund acht Millionen Euro aus. Die Gesamtkosten würden sich dann auf 28 Millionen Euro belaufen.

Zurzeit läuft das Verhandlungsverfahren für den Neubau von Tribünen, Funktionsgebäude und technischer Infrastruktur. Baudezernent Heiko Lukas: „Die Verhandlungen sind inzwischen so weit vorangeschritten, dass abzusehen ist, dass aufgrund diverser Gründe wie einer anhaltend guten Baukonjunktur und geringem Wettbewerbsdruck unsere ursprüngliche und zum Zeitpunkt der Erstellung fundierte Kostenkalkulation nicht zu halten sein wird.“ Lukas erläuterte, dass die Landeshauptstadt daher davon ausgeht, dass auch die Kalkulation für die weiteren noch anstehenden Teilprojekte wie der Neubau der West-Tribüne, die Errichtung der Nebengebäude und der Verkehrsflächen und Außenanlagen nicht mehr der aktuellen Marktsituation standhält. „Wenn wir das vom Stadtrat beschlossene Gesamt-Bauprogramm umsetzen, müssten wir heute mit Mehrkosten von rund acht Millionen Euro rechnen“, sagte Sportdezernent Harald Schindel.

Schindel und Lukas betonten: „Wir befinden uns in einer sehr schwierigen und neuen Situation, die wir nun mit unserem Projektpartner Land, mit den städtischen Gremien und im Aufsichtsrat sehr genau erörtern müssen. Wir sind bereits in Gesprächen mit unserem Fördergeber, dem Saarland. Da sich die Rahmenbedingungen durch die neue Kalkulation geändert haben, gilt es zunächst den Bestand der Fördermittelzusage in Höhe von rund 15 Millionen Euro abzusichern.“

Schindel und Lukas kündigten zudem an, die neue Kostenkalkulation und das weitere Vorgehen im März in den städtischen Gremien zu erörtern: „Wir schlagen grundsätzlich vor, das laufende Verfahren zum Abschluss zu bringen und die Planungen und den Umbau wie vorgesehen fortzuführen, um den bisherigen Zeitplan einhalten zu können. Wir werden

bis zum März dem Stadtrat dazu Finanzierungsvorschläge unterbreiten. Wir wissen, dass wir uns in einer ausgesprochen heiklen Situation befinden. Es ist aber trotz aller Schwierigkeiten aus unserer Sicht der richtige Weg, das Bauvorhaben ohne größere Verzögerungen zum Abschluss zu bringen.“ red./sh

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