Traditionen leben und erhalten

Kreislandfrauenverein Südwestpfalz feierte sein 40-jähriges Bestehen

HORNBACH Über 300 Landfrauen feierten mit einem Unterhaltungsprogramm in der Hornbacher Pirminiushalle das 40-jährige Bestehen des Landfrauen-Kreisverbandes Südwestpfalz. Die Verbandsvorsitzende Beate Schnur aus Bottenbach konnte auch einige Ehrengäste, an der Spitze die neue Landrätin Dr. Susanne Ganster, willkommen heißen.

„Die Region fit für die Zukunft machen, so lautet seit jeher das Ziel der Landfrauen hier in der Südwestpfalz. Das heißt, Veränderungen vorantreiben und dabei die Stärken und Traditionen des ländlichen Raumes leben und erhalten. Für diese Ziele setzen sich die Landfrauen unseres Kreisverbandes Südwestpfalz seit 40 Jahren ein“, unterstrich Schnur.

Effizienz steigern

Als sich vor 40 Jahren die beiden Kreisverbände Pirmasens mit zehn Ortsvereinen und Zweibrücken mit 13 Ortsvereinen zusammenschlossen, war dies jedoch nicht der Beginn der Landfrauenarbeit in der Region. Die Zusammenlegung der beiden Kreisverbände Pirmasens und Zweibrücken im Jahr 1977 zum Kreisverband Pirmasens war wichtig, um in der Zukunft Kräfte zu bündeln und die Effizienz zu steigern. Bereits 1951 wurden die Ortsvereine Kleinsteinhausen, Gersbach, Donsieders, Herschberg und Saalstadt gegründet. Laut Schnur zählt der Kreisverband heute 29 Ortsvereine mit über 2100 Mitgliedern.

Weil es für die beiden Kreisverbände nach Schließung der Landwirtschaftsschule in Pirmasens nur noch eine Geschäftsstelle in Zweibrücken gab und weil man gemeinsam stärker ist, wurde 1977 die Fusion der beiden Kreisverbände vollzogen. Inzwischen sind 40 Jahre vergangen und was anfangs von einigen skeptisch beurteilt wurde, ist heute längst kein Thema mehr. Man sei ganz schnell zu einer starken Gemeinschaft zusammengewachsen, sagte die Verbandsvorsitzende.

Es brauche auch Mut etwas zu verändern und auch Ausdauer um Neues zu wagen. 40 Jahre Landfrauenkreisverband Südwestpfalz sind eine erfreuliche Erfolgsgeschichte, die nicht zuletzt durch den unermüdlichen Einsatz ehrenamtlich tätiger Frauen auf Kreis- und Ortsebene möglich wurde.

Kreisverband Südwestpfalz

„Die Zusammenlegung der beiden Kreisverbände Pirmasens-Zweibrücken im Jahr 1977 zum Kreisverband Pirmasens war ein wichtiger Schritt in die Zukunft um auch größere Einheiten zu schaffen und weiterhin wirtschaftlich zu arbeiten. Vor zwei Jahren wurden wieder Veränderungen vorgenommen und man nennt sich jetzt Kreisverband Südwestpfalz“, hob die Präsidentin des Landfrauenverbandes Pfalz, Ilse Wambsganß hervor.

Große Netzwerker

„Landfrauen sind große Netzwerker, die in unserem ländlichen Raum fast flächendeckend in den Dörfern aktiv sind mit ganz unterschiedlichen Angeboten. Frauen müssen auch politischer werden, sich einmischen und den Finger in die Wunde legen. Wir vertreten die Frauen im ländlichen Raum und müssen uns auch um diese Frauen und deren Belange kümmern“, betonte die Präsidentin.

Die Landfrauen seien auch der größte Weiterbildungsträger im ländlichen Raum und eine wichtige Gemeinschaft die zur Entwicklung der Dörfer beitrage. Der Kreisverband habe auch hervorragende Frauen gewonnen, die sich in Arbeitskreisen und in den Ortsvereinen engagieren, die Verantwortung übernehmen und ihre Ideen einbringen und wiederum Frauen ansprechen. „40 Jahre sind eine lange Zeit. Die Landfrauen haben es während dieser Zeit geschafft aktiv und modern zu bleiben und neue Themen aufzugreifen“, stellte die neue Landrätin des Landkreises Südwestpfalz, Dr. Susanne Ganster, in ihrem Grußwort fest. Die Landfrauen seien in der Region verwurzelt und hätten auch den Strukturwandel überwunden.

Das Vorstandsteam des Landfrauenkreisverbandes beglückwünschte Beate Schnur für ihre Auszeichnung mit der Verdienstmedaille des Landes Rheinland-Pfalz im Juni diesen Jahres und überreichte der Verbandsvorsitzenden für ihren langjährigen ehrenamtlichen Einsatz ein Präsent. rb

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