Titelkämpfe in Hagen

DLRG Lebach bei den Deutschen Meisterschaften im Rettungsschwimmen

LEBACH Ein großer Tag für Michael Backes, Anton Flasch, Dominik Häntschel und Florian Lehrer von der DLRG-Ortsgruppe Lebach. Zusammen mit ihrem Trainer Thomas Endres, machten sie sich auf den Weg ins 320 Kilometer entfernte Hagen. Der Grund waren die 45. Deutschen Meisterschaften im Rettungsschwimmen.

So wie rund 1200 andere Teilnehmer, wurde auch die Mannschaft in der AK 15/16 männlich der DLRG OG Lebach e.V. in städtischen Schulen untergebracht und verpflegt. Am ersten Abend standen noch das Abendessen, das Kennenlernen der anderen saarländischen Schwimmerinnen und Schwimmer sowie Besprechungen unter den Betreuern auf dem Programm.

Am Freitag fanden zunächst die Einzelwettkämpfe im Westfalenbad statt. Das Team aus konnte sich durch einen Besuch des Bades bereits einen Überblick über die Organisation und den Ablauf der Meisterschaften verschaffen. Während der Landesverband Saar schon freitags zwei Medaillenränge erreichte, entspannten Trainer und Sportler der OG Lebach noch im Spaßbereich des großen Hallenbades.

Richtig spannend wurde es für die amtierenden Saarlandmeister dann samstags. Nach dem Einschwimmen stieg die Nervosität der Mannschaft deutlich, da Thomas Endres die Ziele nochmal verdeutlichte. Keine Fehler bei den Staffelwechseln und die Bestätigung des Qualifikationsplatzes, 21. von deutschlandweit 24 qualifizierten Mannschaften zu werden, waren gefordert.

Puppenstaffel und Gurtretterstaffel

Nach dem Startsignal zur 4x50 Meter Rettungsstaffel musste unter anderem mit Flossen geschwommen, getaucht und eine Rettungspuppe abgeschleppt werden. Die Sportler der OG Lebach konnten dabei die Zeit der Landesmeisterschaften von der 25Meter-Bahn bis auf 0,5 Sekunden bestätigen, was auf der 50 Meter-Bahn eine sehr gute Leistung darstellt. Auch bei der folgenden 4x25Meter Puppenstaffel lag die Zeit nur unwesentlich über der bei den LV-Meisterschaften. Dies bestätigt zusätzlich die gute Arbeit aller Trainer der Ortsgruppe, weil zwei der drei Wechsel mit der etwa 50 Kilogramm schweren Rettungspuppe in der Mitte der 50 Meter Bahn erfolgen mussten. Da die Puppenübergabe bei den Wettkämpfen im heimischen Saarland immer am Ende der Bahn stattfand, wurden zur Vorbereitung auf die neuen Bedingungen zusätzliche Trainingseinheiten eingelegt, beispielsweise an der Sportschule in Saarbrücken.

Die dritte Disziplin, 4x50 Meter Gurtretterstaffel, ließ aufgrund deutlich kürzerer Pausen im Vergleich zu den Landesmeisterschaften nicht lange auf sich warten. Auch diese Disziplin verlief wie die anderen ohne Beanstandung der Kampfrichter.

Die 4x50 Meter Hindernisstaffel wurde als letzte Disziplin angepfiffen. Nach dem Anschlag des letzten Schwimmers war schnell klar, dass die beiden gesteckten Ziele nicht verfehlt werden konnten.

Am Abend folgte der Höhepunkt des Wochenendes. Die Siegerehrung gefolgt von einer Abschlussfeier mit Band und DJ fand in der Eventhalle in Hagen statt. Das Team feierte zusammen mit den anderen Schwimmerinnen und Schwimmern bis tief in die Nacht seine Teilnahme „an den Deutschen!“, wie der Moderator des Abends betonte.

Insgesamt ein knappes Jahr Training, etwas über sieben Stunden Autofahrt, drei Übernachtungen auf harten Isomatten, das ganze Team insgesamt 9:09,66 Minuten zum Schwimmen im Wasser und eine Siegerparty bis in den frühen Morgen, sind genug Motivation für ein weiteres Jahr Training.red./mk

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