Sunkings stolz auf erfolgreiches Jahr

Saarlouiser Basketball Regionalligist sieht sich auch für 2018 gut aufgestellt

SAARLOUIS Der Saarlouiser Basketball Regionalligist Sunkings sind stolz auf ein erfolgreiches Jahr. Mit dem Klassenverbleib 2016/2017 und ein bisher überragende und nicht zu erwartenden gespielten Saison 2017/2018 stehen die Saarländer auf einen sehr guten vierten Platz. Die „Acht“ kam wieder in seine alte Heimat zurück und es konnte ein Rücktritt vom Rücktritt vermeldet werden. Auch Teile der Jugend des Stammvereins SG Saarlouis/Dillingen stoßen nach und nach zur Sunkings-Familie.

Die Regionalliga Südwest präsentierte sich in der Vorgänger-Saison 2017 von der besten Seite. Gleich mehrere Teams hatten die Möglichkeit in die 2. Basketball-Bundesliga ProB aufzusteigen. Bis kurz vor Ende der Saison 2016/2017 kämpften gleich drei Mannschaften um die Meisterschaft. Zugleich mussten sieben Teams, darunter auch unsere Sunkings, um den Klassenverbleib ran.

Trotz der durchwachsenen Saison zeigten am Ende die Saarländer ihr wahres Potenzial. Die Saarlouiser zählten zu den jüngeren Teams der 1. Regionalliga Südwest und haben dennoch das Mindestziel Klassenerhalt schaffen können.

Zum Sommer meldete sich der „verlorene Sohn“ zurück. Nach neun Saisons in Saarlouis wechselte Ricky Easterling 2015/2016 zum ehemaligen Bundesligisten aus Karlsruhe. Das Saisonziel der BG Karlsruhe – heute BG Eisbären – war um den Aufstieg in die Pro A mitzuspielen. Nach dem Aus im Viertelfinale der letztjährigen Playoffs bekam Karlsruhe keine Lizenz für die neue Pro B Saison. Der Kontakt in seine „2. Heimat“, wie die „Acht“ Ricky Easterling Saarlouis selbst nennt, riss zu keinem Zeitpunkt ab.

Weitere Mannschaftsteile blieben ebenso in Saarlouis. Mit Christopher Koch, Edgar Schwarz, Florian Kirsch, Marius Groß, unser Schwede Alan Bedirhanoglu war der Spielerstamm schnell zusammen. Ende der Vorsaison meldete sich Mu(Hare)m Mujkanovic vom Rücktritt wieder zurück. Eigentlich wollte er die Basketballschuhe an den Nagel hängen und nun spielt er wiedermal eine fantastische Saison für seinen Saarlouiser Club.

Auch hatte Coach Dennis Mouget wiedermal ein gutes Händchen in der Auswahl von neuen Spieler bewiesen, die nicht nur sportlich, sondern auch menschlich sehr gut zur Truppe passen. Als zweiter Schwede und ehemaliger Teamkollege von Bedirahnoglu stoß Samme Unger zu den Sunkings. Nach einer anfänglichen Schwächephase zeigte Unger, dass er zu den Leistungsträger des Teams zählt. Unter dem Korb und innerhalb der Zone wurde der Ivan Skrobo verpflichtet. Der sympathische Bosnier schlug ein wie eine Granate und hob mit seiner Klasse das Team auf ein neues Level.

Vor den großen Spieler wirbelt der Brite Jack Tisdale. Keiner aus seinem Team ist schneller auf den Beinen und seine Gegner haben oftmals nur das Nachsehen, wenn er auf den Korb zieht. Dann sollten die beiden Youngster Leo Rolgeiser und Jonathan Almstedt nicht vergessen werden. Rolgeiser feierte in Stuttgart gegen den MTV seine Feuertaufe, die er bravurös absolvierte.

m Training zeigt der Center Almstedt was so in ihm an Potenzial steckt. Auch er wird seine Chance in der Regionalliga sicherlich bald erhalten. Am Schluss steht da noch ein Team hinter der Mannschaft, das aus Trainer, Co-Trainer, Manager, Anschreiber-Team, Scouting-Team, Video-Mann, Streaming-Crew, Cateringcrew, Markus an der Kasse, Hallensprecher, Bodenwischer, besteht. Erfreulich ist auch die Entwicklung dieses Teams, das stetig neuen Zuwachs erhält und für weitere Aufgaben gerüstet ist.

Die ausgegebene Richtung vor der Saison hieß: „Wir kämpfen gegen den Abstieg“. Dementsprechend stellte Coach Mouget seine Jungs akribisch auf die neue Saison ein. Doch schon nach ein paar Spieltagen stellten alle Akteure schnell fest, dass die Sunkings nicht zu den Abstiegskandidaten zählen werden.

ach bisher gespielten 13 Spieltagen gewannen die Saarländer neun Spiele und liegen nur zwei Punkte hinter dem Drittplatzierten der Liga. Die Ziele für die restliche Saison sind auch gesetzt. Die Saarlouiser wollen im oberen Drittel der 1. Regionalliga Südwest bleiben und wenn das gesamte Team noch eine Schippe drauflegen kann, sollte der Blick auf den dritten oder sogar auf den zweiten Platz gerichtet werden. red./am

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de