Sternsinger gehen von Haus zu Haus

Leitwort „Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!“

SAARBRÜCKEN Im Trierer Dom ist am 29. Dezember die bundesweite Aktion Dreikönigssingen eröffnet worden. „Wir freuen uns, Ausrichter der Eröffnung zu sein. Das Sternsingen hat eine starke Tradition in unserem Bistum“, betonte bereits im Vorfeld der Trierer Bischof Dr. Stephan Ackermann. Die Sternsinger-Aktion wird in diesen Tagen bereits zum 60. Mal durchgeführt. Vor allem am kommenden Wochenende werden die Sternsinger wieder in vielen saarländischen Gemeinden von Haus zu Haus ziehen und den christlichen Segen den Bewohnern überbringen. „Christus mansionem benedicat“ – „Christus möge dieses Haus segnen“ – lautet der Schriftzug, der per Aufkleber oder Kreide auf die Haustüren angebracht wird, ergänzt um die Jahreszahl 2018. Mancherorts begnügt man sich auch mit den Buchstaben „C+M+B“, die häufig umgedeutet werden als die Namen der Hl. Drei Könige Caspar, Melchior und Balthasar.

„Segen bringen, Segen sein. Gemeinsam gegen Kinderarbeit – in Indien und weltweit!“ lautet das Leitwort der 60. Aktion Dreikönigssingen, bei der in allen 27 deutschen Bistümern geschätzt 300000 Sternsinger unterwegs sein werden. Mit ihrem Motto werden sie darauf aufmerksam machen, wie sehr Kinder weltweit unter gefährlicher, gesundheitsgefährdender und ausbeuterischer Arbeit leiden.

„Armut und ein fehlendes gesichertes Einkommen der Eltern sind die Hauptursachen von Kinderarbeit“, so Prälat Dr. Klaus Krämer, Präsident des Kindermissionswerks ‚Die Sternsinger’. „Neben Gesetzen gegen Kinderarbeit sind deshalb staatliche und zivilgesellschaftliche Programme nötig, die einen Weg aus der Armut ermöglichen und Familien in die Lage versetzen, auf den Lohn ihrer Kinder verzichten zu können.“ Armut und Ausbeutung bekämpfen, Schulbesuch fördern, arbeitende Kinder zu Wort kommen lassen, das eigene Konsumverhalten überprüfen – so lauten einige der Forderungen der beiden Aktionsträger. „Auch bei Formen ausbeuterischer Kinderarbeit geht es um Produkte, die nach Deutschland exportiert werden“, so Pfarrer Dirk Bingener, Bundespräses des Bundes der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ). „Wenn wir weniger konsumieren und Produkte aus dem Fairen Handel bevorzugen, nehmen wir unsere Verantwortung in globalen Fragen wahr.“

red./tt

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