Start in die Illinger Luther-Tage

Beim Auftakt in der evangelischen Kirche Uchtelfangen stehen die Hugenotten im Mittelpunkt

UCHTELFANGEN Der Start zu den Luther-Tagen in der Gemeinde Illingen erfolgt am Freitag, 27. Oktober um 19 Uhr in der evangelischen Kirche Uchtelfangen, Friedrichstraße 9 mit einer Lesung der Autorin Deana Zinßmeister. Der Eintritt ist frei.

Wer war eigentlich Martin Luther? Reformator, Bibelübersetzer, Sprachschöpfer – natürlich. Aber was war er noch? Ein Revolutionär oder ein Verräter, der die aufständischen Bauern an die Truppen der Fürsten auslieferte? Ein Menschenfreund oder ein ideologischer Vorläufer der Judenhasser? Verdanken wir ihm die Demokratie, den Kapitalismus und die Menschenrechte oder moralisches und religiöses Eiferertum, das auch heute noch zu Kriegen führt?

Nicht alle Fragen, die dieser widersprüchliche Reformator uns aufgibt, werden in den vier Veranstaltungen, die in Illingen und Uchtelfangen rund um den diesjährigen Reformationstag stattfinden, beantwortet werden, aber spannend wird´s auf jeden Fall.

Aus Anlass der Feiern zum fünfhundertsten Jahrestag des Anschlags der 95 Thesen haben Dr. Armin König, Bürgermeister und Leiter des Illinger Kulturamts, Pfarrer Reinhold Wawra und Peter Kleiß, ehemaliger Jazzredakteur des Saarländischen Rundfunks vier Veranstaltungen konzipiert, die Luther in ganz unterschiedlicher Weise würdigen.

Am Freitag, 27. Oktober, 19 Uhr liest Deana Zinßmeister aus ihrem aktuellen Roman „Das Lied der Hugenotten“ in der evangelischen Kirche Uchtelfangen. Pfarrer Prof. Dr. Joachim Conrad wird eine kurze Einführung in die Geschichte der Hugenotten geben, das Vokalensemble CHORisma! Lieder der Hugenotten singen. CHORisma! ist ein ausgesprochen junger Chor mit frischen Stimmen. Sie lieben alle Genre der Musik, fühlen sich in jeder Epoche zuhause und arbeiten gerne mit Deana Zinßmeister zusammen.

Das Thema des Romans ist eine Flucht. Schon immer mussten Menschen fliehen, weil sie ihren Glauben nicht leben durften. Allerdings spielt diese Geschichte in der Reformationszeit – aber die ist erstaunlich aktuell.

Die Autorin schickt ihre Leser nach Paris in das 16. Jahrhundert und mischt dabei Fakten mit Fiktion, also Ausgedachtem. Sie hat einen sehr bildlichen und mitreißenden Schreib- und Vortragsstil, wobei ihre Protagonisten sehr authentisch und realistisch wirken. In brenzligen und gefährlichen Situationen muss man einfach mit ihnen mit fiebern.red./eck

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