Starke Signale für neue Einwanderungspolitik

Integrationsgipfel in Lebach – VdK Lebach und Landsweiler mit von der Partie

LEBACH Der Vorsitzende des VdK Lebach und Landsweiler Lothar Schmidt war beim 1. Integrationsgipfel in Lebach mit dabei und bezieht für den VdK klar Stellung: „Deutschland hat sich in den letzten Jahren schwer getan, sich als Einwanderungsland zu sehen. Die nicht abreißenden Flüchtlingsströme zwingen uns nun aber zu sagen, ob wir und wie wir uns zu den vielen Menschen stellen wollen, die bei uns Zuflucht suchen, sei es, weil sie aus religiösen, ethnischen oder politischen Gründen verfolgt wurden oder der großen wirtschaftlichen Not in ihren Herkunftsländern entfliehen wollen.

Dabei ist diese Debatte natürlich belastet und beschwert durch den islamistischen Terror, der augenblicklich täglich in den Medien zu verfolgen ist und verständlicherweise große Ängste bei uns allen auslöst.

Umso wichtiger ist es, dass die Integrationsbeauftragte der Landesregierung, Sozialministerin Monika Bachmann, starke Signale zum Gelingen der Zuwanderung ausgesendet hat. Sie hatte alle gesellschaftlich relevanten Verbände und staatlich eingebundenen Behörden wie Kirchen, Moscheengemeinden, Wohlfahrtsverbände, Sportvereine, Gewerkschaften, Arbeitgeber, Unternehmer und Arbeitsvermittler nach Lebach eingeladen, die Grundwerte und Oberziele für eine moderne Einwanderungspolitik zu formulieren. Diese Werte und Ziele sind nun in einer Lebacher Erklärung gebündelt worden, um zukünftig als Plattform einer den Flüchtlingen zugewandten Einwanderungspolitik zu dienen. Hierbei hat Monika Bachmann als Präambel unmissverständlich festgestellt: Deutschland ist ein Einwanderungsland. Es ist aber genauso deutlich von ihr klargestellt worden, dass Zuwanderung nach klaren Regeln zu erfolgen hat und die durch unser Grundgesetz bestimmten Normen durch die Zuwanderer ohne Wenn und Aber einzuhalten sind. Man darf hinzufügen: Für politisch oder religiös motivierte Verfassungsfeinde hat die Plattform keinen Platz.

Für uns Lebacher hat Bürgermeister Brill unsere Freude zum Ausdruck gebracht, dass der Integrationsgipfel selbstverständlich in Lebach stattgefunden hat, weil Lebach über viele Jahrzehnte die erste saarländische Anlaufstelle für die Flüchtlinge gewesen ist und dabei immer Toleranz gegenüber Ausländern gezeigt und gelebt hat.

Dafür darf auch ich uns Lebacherinnen und Lebachern Respekt zollen. Insbesondere die Lebacher Schulen, Kirchengemeinden und Sportvereine leisten hierfür einen unschätzbaren Beitrag. Das ist nicht überall in Deutschland so selbstverständlich.“

red./mk

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