Sozialministerin überreicht Pflegemedaille

Landesregierung würdigt besondere Verdienste im Landkreis bei einer Feierstunde in Schwalbach

SCHWALBACH „Pflegende Angehörige leisten den Hauptteil der Pflege in Familien und erfüllen anspruchsvolle und wichtige Aufgaben, deren Stellenwert in Anbetracht der demografischen Entwicklung weiter wachsen wird“, erklärt Monika Bachmann, Ministerin für Soziales, Gesundheit, Frauen und Familie bei einer Feierstunde in Schwalbach.

14 Bürger haben die Auszeichnung als Dank und Anerkennung für ehrenamtliche Arbeit in der Pflege und Betreuung erhalten.

Mit der „Pflegemedaille des Saarlandes“ würdigt die Landesregierung das ehrenamtlich geleistete Pflegeengagement.

Ausgezeichnet wird Frau Nicole Meiser (47) aus Saarwellingen-Schwarzenholz. Sie pflegte über mehrere Jahre ihren Vater; bis heute ist sie mit der Pflege und Betreuung ihrer Mutter und ihres jüngsten Kindes betraut.

Auszeichnungswürdig ist auch die Leistung von Gertrude Eva Heckmanns (64) aus Eimersdorf, die seit vielen Jahren ihren Ehemann pflegt, da dieser eines hohen Hilfebedarf hat.

Eine weitere Auszeichnung mit der Pflegemedaille erhält Berthold Decker (85) aus Bisten, der seit 20 Jahren seinen an MS erkrankten Sohn Gregor und seit fünf Jahren zusätzlich seine Ehefrau Beate pflegt und betreut, die an Parkinson erkrankt ist.

Auch Beate Schwoertzig (30) aus Lebach-Steinbach erhält die Pflegemedaille des Saarlandes. Sie betreut und pflegt ihren Sohn Moritz seit dessen Geburt.

Helga Ternes (78) aus Überherrn-Wohnstadt pflegt ihren Ehemann Alfred, der seit 2009 auf ihre Unterstützung und Betreuung angewiesen ist.

Seine Tochter Pascale pflegt Jean Heck (76) aus Überherrn-Wohnstadt. Die Rund-um-die-Uhr-Betreuung meistert er seit 1975.

Auch Beate Mestekemper (74) aus Saarlouis erhält die Pflegemedaille des Saarlandes. Sie pflegt und betreut ihren Lebensgefährten Werner Nico Resch, der durch seine eingeschränkte Mobilität auf Hilfe angewiesen ist.

Ihren pflegebedürftigen Sohn pflegt Christine Engel-Meinecke (52) aus Schwalbach-Elm seit dessen Geburt im Jahr 1986. Bachmann ausgezeichnet.

Anton Raubuch, ebenfalls aus Schwalbach-Elm, pflegt mit 83 Jahren seine Ehefrau seit 15 Jahren. Er bewerkstelligt diese Aufgaben alleine und wurde nun mit der Pflegemedaille geehrt.

Ausgezeichnet wurde auch Magret Pohl (74) aus Schwalbach, die über mehrere Jahre ihre Mutter zu Hause gepflegt und versorgt hat. Ebenso kümmert sie sich seit 2013 um ihren Ehemann, der seit einem Schlaganfall auf ihre Hilfe angewiesen ist.

Weiterhin wurde Beate-Maria Breunig (74) mit der Pflegemedaille ausgezeichnet, die über elf Jahre ihren Vater pflegte. Seit mehreren Monaten kümmert sie sich nun um Frau Hannelore Marchand, die seit einem Sturz auf Hilfe angewiesen ist.

„Alle Vorgeschlagenen haben sich nicht nur um ihre Angehörigen verdient gemacht, alle haben ein wichtiges Signal gesetzt, indem sie familiäre Pflege sicherstellen und pflegebedürftigen Menschen den bevorzugten Verbleib in der vertrauten Umgebung ermöglichen. Pflege und Betreuung sind nicht zuletzt eine Herzenssache“, betonte Ministerin Bachmann.

„Pflege zuhause ist ohne die Bereitschaft und den Einsatz pflegender Angehörigen nicht möglich. Ehrenamtliche Pflegepersonen ergänzen die Arbeit der professionellen Pflegekräfte in ambulanten Pflegediensten und ermöglichen vor allem den Verbleib pflegebedürftiger Menschen in ihrer vertrauten, häuslichen Umgebung, wodurch ein Wechsel in ein Heim verzögert bzw. vermieden werden kann.“

Auch Landrat Patrik Lauer würdigte die Verdienste der Geehrten: „Pflegen heißt Willensstärke zeigen, breite Schultern haben und ein großes Herz. Denn sich der Pflege eines geliebten Menschen zu verschreiben ist nicht nur eine große Verantwortung, es ist auch ein Zeichen einer beeindruckenden Kraft.“

Um diese Kraft zu erhalten, unterstützt der Landkreis Saarlouis die Pflegenden in ihrem Alltag.

Lauer: „Wir sind froh und dankbar, dass sich Menschen dieser fordernden aber lohnenden Aufgabe so annehmen. Den Pflegenden, unseren Helden des Alltags, gebührt der Respekt der Gesellschaft.“ red./am

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