Socken, Mützen ...

Der Strickkreis hört nach zwanzig Jahren auf

BALLWEILER/ ZWEIBRÜCKEN Seit Januar 1996 haben Frauen aus Ballweiler und anderen Orten (bis in die Zweibrücker/Pirmasenser Gegend) gestrickt – einmal in der Woche mittwochs zusammen im Pfarrhaus, sonst jede für sich daheim.

In diesen zwanzig Jahren sind Pullover, Socken, Mützen und Schals, vor allem aber Decken in großer Zahl entstanden. Als Material dienten hauptsächlich gespendete Woll- und Garnreste. Die Sache hat Kreise gezogen.

Die Produkte brachten die Frauen in die Missionszentrale der Marienschwestern nach Schönstatt/Vallendar. Von dort gingen Pakete zu den Schwestern in den Stationen von „Schönstatt in weiter Welt“.

Der Strickkreis von zeitweise mehr als 20 Frauen ist inzwischen altersbedingt sehr geschrumpft, neue Strickerinnen kommen nicht dazu. Außerdem haben sich durch den Verkauf des Pfarrhauses die Raumverhältnisse geändert. Seit dem kühlen Herbst gab es ein Heizungsproblem und das Lager im Keller muss geräumt werden. Einen einfach zugänglichen Ersatzplatz dafür gibt es nicht.

Also beenden die Frauen die Strickerei. Die gute Gemeinschaft, die interessanten Gespräche und das hie und da improvisierte Kaffeetrinken behalten sie in guter Erinnerung. Was noch an gestrickten Teilen da ist, wollen sie noch nach und nach zu Decken zusammenhäkeln. Vielleicht entsteht auch noch der eine oder andere Kinderpullover in Heimarbeit. Die Reste an Wolle und Garn versuchen sie soweit wie möglich zu verwenden oder eventuell weiterzugeben.

Den Dank und das Lob der Schönstatt-Schwestern geben sie weiter an alle, die mitgeholfen haben, dass die schönen Ergebnisse des Strickkreises zustande kamen.red./dos

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