Ska, Pop, Singer/Songwriter

Die Broilers kommen am Dienstag, 12. Dezember in die Saarlandhalle Saarbrücken

SAARBRÜCKEN Die Broielers sind auf Tour und kommen am Dienstag, 12. Dezember, 20 Uhr, in die Saarlandhalle Saarbrücken.

2017 ist das Jahr der Broilers. Im Februar erschien ihr neues Album „(sic!)“, das als erste Veröffentlichung unter eigener Regie auf dem bandeigenem Label gleich den Einstieg auf Platz Eins der Charts schaffte. In der Folge wurde der Longplayer mit einem „Echo“ ausgezeichnet und erreichte mittlerweile Goldstatus. Auf vielen ausverkauften Konzerten feierten im Frühjahr über 160000 Fans die Band, die im Sommer auf den größten Festivals der Republik gastierte. Das Jahr war für die Broilers voller Höhepunkte, doch das Grande Finale hat sich das Düsseldorfer Quintett für den im November startende zweiten Teil seiner Tour 2017 aufgehoben.

Die Broilers sind für Deutschland, was Bruce Springsteen für die USA ist: Sie beschreiben, was sie sehen und sie sagen, was sie meinen. In ihren Worten und auf ihre Art. Kann nicht allen gefallen, kann aber viele glücklich machen.

Sie wollen den Finger in die Wunde legen und können gut damit leben, dass das häufig bei einer Querfront aus vermeintlichen Hipstern und besorgten Bürger gerade als „uncool“ oder „nicht trendy“ gilt. Gleiches gilt für ihre Musik: „Authentizität“ und „bei sich sein“ sind hier die wichtigen Begriffe für die Band und natürlich darf auch Pathos mit dabei sein. Genau dafür werden sie von ihren Fans innig geliebt und in ausverkauften Hallen landauf, landab seit Jahren enthusiastisch gefeiert.

„‚(sic!)‘ zeigt uns, dass wir uns darüber einig sind, wie Punk für uns klingen soll, dass gewisse Dinge thematisiert werden müssen und still am Rand stehen immer die schlechteste Option ist“, sagt Sammy Amara, Sänger, Texter und Komponist der Düsseldorfer Band. Punkrock, Ska, Pop, Singer/Songwriter-Sounds: Alle Elemente, die immer wieder im Sound der Broilers auftauchten, spielen auch hier eine Rolle.

„(sic!)“ ist Rückblick, Besinnung und Ausblick gleichzeitig. „Die Band hat sich über die Jahre komplett freigeschwommen. Eine eigene Plattenfirma, ein eigener Sound. Gemeckert wird eh, egal, wie man es macht. Also kann man es sich auch leicht machen und einfach das tun, was man möchte. Das hat über 20 Jahre gut geklappt“, macht Amara klar. „Das Album ist sehr politisch geworden, auch wenn das gar nicht der Plan war. Das wird viele Leute verschrecken, aber das nehmen wir gerne in Kauf.“ Wer sich heute versteckt, verrät sich selbst – und im Falle der Broilers noch viel mehr. Viele alte und noch mehr neue Fans danken es den fünf Musikern mit großer Zuneigung und riesigem Enthusiasmus:

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