„Selig sind, die da Leid tragen“

Konzert außer der Reihe in der Fruchthalle

KAISERSLAUTERN „Selig sind, die da Leid tragen“ lautet der Titel des Konzert außer der Reihe am Sonntag, 26. November, 17 Uhr, in der Fruchthalle mit den Solisten Antonietta Jana, Sopran und Alexis Wagner, Bariton, zusammen mit dem Klassischen Chor der TU Kaiserslautern unter der Leitung von Bernhard Kliewer, sowie dem Rheinland-Pfalz International Choir und dem Sinfonieorchester des Landkreises Kaiserslautern.

Drei in der Region Kaiserslautern bestens etablierte Ensembles – der Klassische Chor der TU Kaiserslautern, der Rheinland-Pfalz International Choir und das Sinfonieorchester des Landkreises Kaiserslautern – sowie zwei renommierte Solisten: Antonietta Jana (Sopran) und Alexis Wagner (Bariton) haben sich zusammengeschlossen, um eines der bedeutendsten Chor-Orchesterwerke des 19. Jahrhunderts aufzuführen.

„Ein deutsches Requiem“

Mit „Ein deutsches Requiem“ gelang dem jungen Komponisten Johannes Brahms der internationale Durchbruch. Seitdem gehört es weltweit zu den meistaufgeführten Werken geistlicher Chormusik. Selig sind, die da Leid tragen, denn sie sollen getröstet werden. Das Brahms-Requiem ist ein an Facetten reiches Werk: angesiedelt zwischen Gläubigkeit und Skepsis. Zentrum ist der trauernde und Trost suchende Mensch, wie er erkennbar wird in Worten und Gesten der Bibel. Es öffnet sich ein spannungsvoller Raum des Assoziierens und persönlichen Sich-Einfindens im Werk. Die Pole des Requiems heißen etwa: biblische Botschaft und bürgerliche Totenfeier; Musik als autonome Kunst und als Textdeutung; schließlich das Ernstnehmen des Irdischen und die unstillbare Sehnsucht nach Transzendenz. Letztlich ist das um Trauer und Hoffnung kreisende Werk große Musik und klingende Theologie zugleich. (nach Meinrad Walter) Schuberts „Unvollendete“ mit ihrer geheimnisvollen Tonsprache ist ein wirkmächtiger Beitrag zur Reflexion über das menschliche Sein.

Karten gibt es in der Tourist-Information, Fruchthallstraße 14, Tel. (0631) 365-2316, und unter www.eventim.de. red./jj

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