Schüler-Begegnung vor herrlicher Kulisse

Eine PWG-Gruppe besuchte Partnerschule in St. Jorioz in den Savoyer Alpen

MERZIG Seit vielen Jahren ist der Schüleraustausch mit St. Jorioz ein fester Bestandteil des Lehrfahrten- und Sprachenkonzepts des Peter-Wust-Gymnasiums.

Der Lac d’Annecy und die Savoyer Alpen bilden seit einigen Jahren die traumhafte Kulisse für die deutsch-französische Begegnung, an der jährlich Schüler aus den siebten und achten Klassen der Schule teilnehmen.

Die Fachvorsitzende Französisch des Peter-Wust-Gymnasiums, Dorothea Chiron, erinnert zum Jahresende mit ihrem Bericht an eine erlebnisreiche Wiederauflage des Treffens im Herbst dieses Jahres: Jetzt war es wieder einmal soweit – in neuer Besetzung aber in altbewährter Tradition machten sich 40 Schüler aus den Klassenstufen 7 und 8 des PWG für acht Tage auf nach Saint-Jorioz zu ihren französischen Gastgebern.

Gegenbesuch der PWG-Schüler

Die Achtklässler hatten ihre französischen Austauschpartner im Vorjahr schon empfangen, waren also etwas weniger aufgeregt als die Siebtklässler, die nicht nur eine noch unbekannte Gegend kennenlernen sollten, sondern auch zum ersten Mal auf ihre Austauschpartner trafen, die sie bisher nur aus E-Mails kannten. Auch die Lehrkräfte kannten ihre französischen Kollegen noch nicht persönlich, da nicht nur Gerhard Croon von Seiten des PWG, sondern auch Catherine Métral vom Collège Jean Monnet in Saint-Jorioz - beiden hatten den Austausch über Jahre hinweg gemeinsam organisiert – im letzten Schuljahr in den Ruhestand versetzt wurden.

Die Aufregung wich schnell der Vorfreude – bei strahlendem Sonnenschein durchquerten die Merziger Delegation im Bus Lothringen und das Burgund und kam den beeindruckenden Alpenlandschaften immer näher. Pünktlich erreichte sie das Ziel – das Collège Jean Monnet in Saint-Jorioz vor einer Bilderbuchkulisse – dem See von Annecy und den Alpen Hochsavoyens. Dort wurden alle von ihren Austauschpartnern in Empfang genommen. Schnell fanden alle in der Gruppe heraus, wer ihnen auf französischer Seite zugeordnet war und schon hörten wie sie eifrig ihre Kenntnisse aus dem Französischunterricht ausprobieren.

Vor ihnen lag nun eine Woche, in der sie vor allem am Nachmittag, am Abend und während des Wochenendes ganz in den Alltag der französischen Familien eintauchen konnten. Unter der Woche trafen alle tagsüber immer mit den anderen PWG‘lern zusammen, um die beeindruckende Bergwelt mit ihren kulturellen Eigenheiten kennenzulernen.

Auf dem Programm standen eine gemeinsame Bergwanderung mit den französischen Austauschpartnern, bei der die Gäste sogar den Blick auf den Mont Blanc genießen konnten, der Besuch einer Käserei, die Besichtigung der Höhlen und Wasserfälle von Seythenex und eine Stadtbesichtigung in Annecy. Natürlich durften die Schüler auch mal schnuppern, wie Unterricht in Frankreich so abläuft und verbrachten einen Vormittag im französischen Schulunterricht mit anschließendem Mittagessen in der Kantine. Auch gemeinsame Aktivitäten mit den französischen Gastgebern kamen nicht zu kurz.

Neben der Bergwanderung verbrachten die Schüler den ersten Vormittag in der Schule und sie lernten in verschiedenen Workshops alltagstaugliche Redewendungen in der jeweils anderen Sprache und durften sich darin üben, Kommunikationsschwierigkeiten zu überwinden. Von vielen aus der Delegation heiß ersehnt war natürlich auch die gemeinsame Party am Freitagabend.

Alles in allem war der Austausch ein wirklicher Erfolg, nicht nur aufgrund des strahlenden Sonnenscheins, der die Teilnehmer eine Woche lang begleitet hat. Für die Lehrkräfte war es schön zu sehen, wie die Schüler motiviert waren, sich in der Fremdsprache zu verständigen und wie sie lernten, sich recht selbstständig in einer fremden Umgebung zurechtzufinden und Probleme wie anfängliches Heimweh zu überwinden. Alle Teilnehmer freuen sich daher sehr, dass der Austausch zwischen dem PWG und dem Collège Jean Monnet wohl auch in Zukunft weiterbesteht.

Rückmeldungen von Schülern

„Mir hat gefallen, dass wir eine neue Kultur kennengelernt haben und eine Stadtrallye gemacht haben und dadurch die Stadt Annecy besser kennengelernt haben. Vor allem hat mir gefallen, dass wir mit unseren Freunden was unternehmen konnten. Ich kann den Austausch nur weiterempfehlen. Der macht dich selbstbewusster und auch verantwortlicher, weil du alle deine Probleme selbst lösen musst. Danke für die schöne Zeit.“

„Mir haben die Wanderungen gefallen und mein Austauschpartner war sehr nett. Es ist traurig, dass wir schon fahren, aber es ist nun mal so. Annecy war toll. Alles hat Spaß gemacht. Es war sehr cool, ich werde es nie vergessen, es war ne tolle Zeit.“

„Bei einem Austausch wie diesem lernte ich nicht nur neue Wörter, sondern auch neue Freunde, neue Kulturen und eine einzigartige Natur kennen. Mir gefielen die Interessen meiner Gastfamilie, zum Beispiel wandern sehr gut, darum lebte meine Gastfamilie ihren normalen Alltag weiter, sie waren aber immer mit mir im Gespräch. So eine Chance bekommt man, glaube ich, nicht so schnell wieder. Für mich hatte der Austausch keine schlechten Seiten, nur Vorteile. Kein Wunder, dass an dem Tag der Abfahrt so viele Tränen geflossen sind, obwohl ich nächsten Sommer wiederkomme. Mein Fazit: die Bestätigung, dass es richtig ist, Französisch zu lernen.“red./ti

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