Saarlouis nimmt Abschied

Trauergottesdienst und Beisetzung von Oberbürgermeister Roland Henz

SAARLOUIS Viele mögen sich im nasskaltem Novemberwetter an die Erkenntnis von Roland Henz beim Neujahrsempfang erinnert haben: „Kein Weg ist lang mit Freunden an deiner Seite“.

Beim Trauergottesdienst in St. Ludwig und der anschließenden Urnenbestattung auf dem Friedhof Kreuzberg begleiteten Hunderte den letzten Weg des Saarlouiser Oberbürgermeisters.

Der gebürtige Nalbacher war an Allerheiligen nach schwerer Krankheit im Alter von nur 67 Jahren verstorben.

Seine Dienstzeit im Rathaus von Saarlouis sollte am 31. Dezember enden.

Der vom Rathauschor und Regionalkantor Armin Lamar gestaltete Gottesdienst wurde mit Lautsprechen auf den Großen Markt übertragen, weil bei weitem nicht alle Trauergäste im Inneren der Kirche Platz finden konnten.

Pfarrer Frank Kleinjohann erinnerte an seine Begegnungen mit Roland Henz, der auch seine Krebserkrankung noch „zuversichtlich, kämpferisch und keinen Tag jammernd“ hingenommen habe.

Kleinjohann predigte von der Tragödie des Todes und den Freuden der Auferstehung: Von Saarlouis, der Stadt der „puren Lebensfreude“ habe sich der Verstorbene ins himmlische Jerusalem verabschiedet.

Familie, Freunde, Prominente wirkten betroffen und nachdenklich.

An Persönlichkeit, Lebensweg und Wirken von Roland Henz erinnerten Bundesjustizminister Heiko Maas, der SPD Bundesvorsitzende Martin Schulz und die Saarlouiser Bürgermeisterin Marion Jost im weltlichen Trauerakt im Anschluss an das Sterbeamt.

Von Fassungslosigkeit und tiefer Trauer angesichts der Todesnachricht sprach Bürgermeisterin Marion Jost: „Roland Henz war das Gesicht der Stadt“.

Und er habe das Gesicht der Stadt geprägt.

Als Bundesvorsitzender der Sozialdemokratischen Partei Deutschlands sagte Martin Schulz ein „Leb wohl, Roland“.

Henz sei in seiner Einzigartigkeit nicht zu ersetzen. Er sei ein wahrer Genosse gewesen, ein verlässlicher Helfer in der Not: „Für uns alle ein Vorbild“.

Bundesjustizminister Heiko Maas beklagte den Tod von Roland Henz: „Es ist so ungerecht, dass ein Menschenfreund wie Roland jetzt schon gehen musste“.

Er, Maas, habe seinen Mutmacher, Trauzeugen und besten Freund verloren. am

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