Saarland erinnert an Johannes Hoffmann

Gedenkfeier auf dem Saarlouiser Friedhof Neue Welt zum 50. Todestag des 1. Ministerpräsidenten

SAARLOUIS Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer hat auf dem Saarlouiser Friedhof Neue Welt einen Kranz am Grab von Johannes Hoffmann, dem 1. Ministerpräsidenten des Saarlandes, anlässlich seines 50. Todestages niedergelegt.

Mit dabei waren unter anderem seine Tochter Regina Welsch und Beigeordneter Günter Melchior.

Johannes Hoffmann wurde 1890 in Landsweiler-Reden geboren und war Landesvorsitzender der Christlichen Volkspartei (CVP) sowie Herausgeber der Saarländischen Volkszeitung und Mitherausgeber der Neuen Saarbrücker Zeitung.

1947 wurde er dann der erste Ministerpräsident des Saarlandes. Er erreichte im Jahr 1950 ein Ende des französischen Besatzungsstatuts für das Saarland, das ab 1953 durch seine Politik faktisch ein unabhängiger Staat war. Sein Ziel war es, für die Saar eine Lösung zu finden, die zur Entspannung des deutsch-französischen Verhältnisses beiträgt und die notwendige europäische Einheit fördert.

Er wollte das Saarland nicht nur wirtschaftlich sondern auch politisch von Deutschland trennen.

Als seine Partei 1955 jedoch bei der Saarabstimmung scheiterte, trat er zurück. 1967 verstarb er im Alter von 77 Jahren in Völklingen und wurde auf dem Saarlouiser Friedhof Neue Welt beerdigt.

„Wir verneigen uns in Gedenken vor ihm und werden ihn immer in Erinnerung behalten. Er ist ein Vorbild für uns, für ein freies, vereintes Europa zu kämpfen.“, sagte Ministerpräsidentin Kramp-Karrenbauer bei der Kranzniederlegung. red./am

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