Parkettboden hat Vorteile für die Umwelt und das Wohngefühl

(djd/pt). Wer sich für einen Parkettfußboden in seinen vier Wänden entscheidet, wirkt dem Treibhauseffekt effektiv entgegen. Dies ist das Ergebnis einer umfassenden Ökobilanz von Holzfußböden an der Universität München. Zunächst nimmt das wohngesunde Naturprodukt Holz während seines Wachstums das schädliche Treibhausgas Kohlendioxid auf und entzieht es auf diese Weise der Atmosphäre. Das CO2 wird selbst dann nicht mehr freigesetzt, wenn das Holz zu Produkten wie Parkett weiterverarbeitet wird. Dabei ist der Energieverbrauch zudem deutlich niedriger als beispielsweise bei Bauprodukten aus nicht nachwachsenden Rohstoffen. Auch mit seiner langen Lebensdauer kann das Parkett ökologisch punkten. In der Regel genügen zwei größere Renovierungen, um sich am schmucken Dielenboden 50 bis 100 Jahre zu erfreuen.

Doch dem Bauherrn kommt es bei der Auswahl eines Bodenbelags auch auf ein gesundes Klima in seinen Wohnräumen an. Holz bleibt in seiner Verarbeitung als Parkett ein lebendiger, angenehm fußwarmer Baustoff. Ohne eine sperrende Lackschicht passt es sich seiner Umgebung an, gibt Feuchtigkeit an die Raumluft ab oder nimmt sie auf. Als glatter, leicht zu reinigender Boden bieten die Dielen der gefürchteten Hausstaubmilbe nahezu keine Lebensgrundlage. Allerdings ist es mit der Wohngesundheit dahin, wenn das Parkett Schadstoffe wie Pestizide, Lösemittel oder Formaldehyd absondert, welche die Atemwege reizen sowie zu Unwohlsein, Kopfschmerzen und Übelkeit führen können.

Qualitätssiegel

Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte sich beispielsweise am internationalen natureplus-Qualitätszeichen orientieren. Unabhängige Experten kontrollieren das Parkett für die Auszeichnung mit diesem Siegel nicht nur auf seine Emissionen, sondern überprüfen auch, ob das verwendete Holz aus regionalen und zertifizierten Waldbeständen kommt und eine gewisse Qualität aufweist. So sollte die Dicke der Nutzschicht mindestens vier Millimeter betragen, um den Boden mehrmals abschleifen zu können.

Vielfältige Effekte

Im Handel gibt es Bodendielen, Vollholzparkett sowie eine kostengünstigere Fertigvariante, bei der die sichtbare Nutzschicht mit einfacheren Hölzern als Unterlage verleimt wird. Im Trend liegen dunkle Holztöne, die eindrucksvolle Kontraste setzen. Auch helle Arten wie Buche, Ahorn und Esche gehören zu den Verkaufsschlagern, da sie ein Gefühl von Leichtigkeit und Transparenz erzeugen. Mit dem Verlegemuster lassen sich ebenfalls Akzente setzen. Der "wilde Verband" lenkt die Blicke auf den Boden, während eine harmonische Oberfläche das Mobiliar in den Mittelpunkt stellt.

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