Nur im unteren Mittelfeld

Neunkirchen landet in puncto Fahrradfreundlichkeit nur auf dem 230. Platz bundesweit

NEUNKIRCHEN Beim in Berlin vorgestellten Fahrradklima-Tests des ADFC landete Neunkirchen nur im unteren Mittelfeld auf Platz 230 von 364 der fahrradfreundlichsten Städte seiner Größe. 75 Neunkircher hatten an der bundesweiten Befragung teilgenommen.

Unzufrieden sind Neunkircher Radfahrer vor allem mit dem Stellenwert des Radfahrens in der Stadt und mit dem Zustand der Infrastruktur, das heißt mit der Breite und Beschaffenheit der Radwege und der Radabstellmöglichkeiten.

Lichtblicke gab es dagegen bei den Themen Umgang der Fußgänger mit dem Radverkehr, das heißt Radfahrer und Fußgänger kommen relativ gut miteinander aus. Auffällig ist nach Ansicht der Befragten auch die geringe Fahrrad-Diebstahlsquote im Stadtgebiet.

ADFC-Kreissprecher Axel Birtel sagt: „Fahrradfreundlichkeit ist ein wichtiger Standortfaktor für moderne Städte – deshalb macht es uns Sorgen, dass sich die Neunkircher auf dem Rad nicht wohler fühlen. Der Fahrradklima-Test zeigt bei anderen Städten, dass kontinuierliche Radverkehrsförderung auch honoriert wird und sich in einem guten Verkehrsklima niederschlägt. Die relativ guten Werte im Landesvergleich sind auf die gut angelaufene Zusammenarbeit des Neunkirchen ADFC mit der Stadtverwaltung zurück zu führen. Schon mit vergleichsweise kleineren Maßnahmen ließe sich die Situation deutlich verbessern, beispielsweise durch das Anlegen eines Radfahrschutzstreifens in der Fernstraße, Verbesserung der Umlaufsperre am Eisenbahner Tennisheim und beim weiteren Ausbau der Blies-Straße bis zum Kreisverkehrsplatz Fernstraße. Wenn Neunkirchen will, dass mehr Menschen aufs Rad steigen und die Stadt von unnötigen Autofahrten entlasten, dann muss mehr getan werden als nur von Radverkehrsförderung zu reden“.

Neunkirchen liegt bundesweit auf Platz 230 in der Kategorie der Städte unter 50000 Einwohner, im Landesvergleich auf Platz eins. Neunkirchen war beim letzten Test 2014 und davor nicht vertreten.

Im Durchschnitt geben die Neunkircher die Note ausreichend (3,91) für die Fahrradfreundlichkeit. Die Mehrzahl der Teilnehmer sagt, Radfahren bedeute in der Stadt Stress. Auffällig sind hier die schlechten Werte für die Reinigung der Wege und die Räumung bei winterlichem Wetter.

red./eck

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