Neuzeitliche, sakrale und weltliche Stücke

Konzert der Chöre von Herbitzheim und Hassel zugunsten der Aktion Herzenssache

HERBITZHEIM Ganz im Zeichen des goldenen Dirigentenjubiläums von Erwin Lück stand das Kirchenkonzert der beiden gemischten Chöre des Gesangvereins Herbitzheim, den er 1967 als 19-Jähriger als erste Leitungsstelle übernommen hatte, und des Gesangvereins Hassel. Siggi Schmidt, Vorsitzender der Herbitzheimer, zeichnete Lück mit einer gemeinsamen Ehrenurkunde des Deutschen Chorverbandes, dem Chorverband der Pfalz und dem Kreischorverband Westpfalz-Blies aus.

Er bezeichnete ihn als einen Menschen, der es verstehe, die Sänger in den Chorproben zu begeistern und zu motivieren, sie mit Kraft und Energie zu leiten, dem es immer an der Umsetzung neuer Ideen gelegen sei. Höhepunkte des Konzertes waren die beiden Auftrittsblöcke, bei denen alle 67 Sänger, gruppiert im Altarraum, vor dem Publikum in der gut besetzten Herbitzheimer Barbarakirche sangen. Dabei entfalteten sie eine ungeheure Wucht, nicht protzig aber kräftig mit wunderschönem Piano und Forte.

Mit dem Taizé-Gesang „Laudate omne gentes“ gestalteten sie den Auftakt. Es folgten unter anderem „Gott hat mir längst einen Engel gesandt“ und „Dank sei dir, Herr“, mit dem auch das gesamte Konzert überschrieben war und das zu den schwierigen Stücken, die souverän gemeistert wurden, folgen zu lassen. Auch Hermann Sonetts „Weihnachtsglocken“ gehörte zu den großen gesanglichen Herausforderungen, die beide Chöre im Verbund intonierten.

Lück, der beide Chöre das Jahr über ebenfalls leitet, hatte seine Schützlinge in zwei Monaten in getrennten Singstunden auf ihre Auftritte vorbereitet und sie dann in kürzester Zeit zu einem Klangkörper zusammengeschweißt. „Wir haben uns erst einen Tag vor dem Konzert zu einem gemeinsamen Singen getroffen“, meinte der 69-jährige Bierbacher. Mit im Gepäck des Repertoires waren sowohl klassische wie auch neuzeitliche, sakrale und weltliche Literatur.

„Es war eine tolle Sache zu erleben, wie die Sänger mit großer Freude bei der Sache waren“, lobte Lück. Auch aus dem Publikum regnete es Lob. Während den fast zwei Stunden gelang es den Chören auch bei Soloauftritten das Publikum in ihren Bann zu ziehen.

Die instrumentalen Solisten Sina Kohl (Violine), Jana Kohl (Violoncello), Gerald Kohl (Klavier) und die kurzfristig eingesprungene Pauline Kopp (Viola) glänzten mit der Triosonate e-Moll von Johann Joachim Quantz und der Pastorale aus dem Weihnachtskonzert von Arcangelo Corelli.

Pastoralreferent Klaus Scheunig setzte mit seinen Impulsen weitere i-Tüpfelchen des gelungenen konzertanten Erlebnisses in sakraler Umgebung. Der Spendenerlös kommt der Aktion Herzenssache, der gemeinsamen Kinderhilfsaktion von SR und SWR mit Unterstützung der Sparda-Bank Südwest, zugute. Einige Firmen hatten durch ihr Sponsoring dazu beigetragen, dass die Honorare der Musiker gezahlt werden konnten.ott

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