Neues Transformationsbüro

Beratungs- und Vermittlungsstelle für das Projekt „Kultur+ im Saarpfalz-Kreis“

ST. INGBERT Vor kurzem haben Ministerpräsidentin Annegret Kramp- Karrenbauer, die Künstlerische Direktorin der Kulturstiftung des Bundes, Hortensia Völckers und Alexander Funk, Vorsitzender des Vereins Saarpfalzkultur, im Beisein über 100 Gästen und Besuchern das Transformationsbüro des TRAFO-Projekts „Kultur+ im Saarpfalz-Kreis“ in der Innenstadt von St. Ingbert feierlich eröffnet.

‚Bereicherung für die regionale Kulturszene‘

Das Transformationsbüro versteht sich als Beratungs- und Vernetzungsstelle für Kultureinrichtungen, Vereine, Kulturschaffende und interessierte Bürger aus dem gesamten Saarpfalz-Kreis. In Zukunft werden hier zudem künstlerische Workshops, Kulturstammtische, Lesungen und Ausstellungen stattfinden. Annegret Kramp-Karrenbauer sagte: „Das TRAFO-Projekt ist eine Bereicherung für die regionale Kulturszene. Hier laufen die vielfältigen kulturellen Fäden aus der Region zusammen, um vernetzt und zu innovativen kulturellen Ansätzen und Angeboten entwickelt zu werden. Das Trafo-Büro ist der richtungsweisende Weg, eine moderne und zukunftsfähige kulturelle Infrastruktur insbesondere unter Einbeziehung neuer Medien und neuer Kommunikationsformen zu schaffen.“

Hortensia Völckers betonte: „Der Saarpfalz-Kreis hat erkannt, dass man den demografischen Wandel gestalten kann. Kultur spielt dabei eine wichtige Rolle. Mit seiner Demografiestrategie geht der Landkreis einen kreativen Weg, die Kulturlandschaft weiterzuentwickeln.

In den kommenden Jahren wird die Kulturstiftung des Bundes im Rahmen des TRAFO-Programms gemeinsam mit dem Saarpfalz-Kreis Modelle entwickeln, die die Kultureinrichtungen stärkt und garantiert, dass auch zukünftig ein vielfältiges Kulturleben stattfindet.

Dieses Modell kann beispielhaft sein für viele bundesweite Regionen, Kommunen und Gemeinden.“

Seit 2016 nimmt der Saarpfalz-Kreis als eine von vier Modellregionen am Programm „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“ teil. Das Programm, eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, unterstützt Kultureinrichtungen außerhalb von Metropolen auf der Schwäbischen Alb, im Oderbruch, in Südniedersachsen und im Saarpfalz-Kreis dabei, sich weiterzuentwickeln. Ziel von „Kultur+ im Saarpfalz- Kreis“ ist es, in den nächsten Jahren eine gestärkte, zukunftsfeste und an den Bedürfnissen der Bevölkerung und der Vereine orientierte kulturelle Infrastruktur in der Region zu schaffen.

Dafür hat der Saarpfalz-Kreis als Projektträger gemeinsam mit dem Saarpfalzkultur e. V. Fördermaßnahmen wie z. B. einen Regionalfonds aufgelegt. Zur Erprobung neuer, kooperativer Arbeitsweisen und zur Erarbeitung generationsübergreifender Formate sollen verschiedene Kultureinrichtungen, Künstler, Vereine, Schulen, Kitas und weitere Interessierte aus dem Saarpfalz-Kreis innovative und nachhaltige Kulturangebote für den gesamten Landkreis mit seinen sieben Kommunen entwickeln und umsetzen.

Das Projekt „Kultur+ im Saarpfalz-Kreis“ wird gefördert in „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“ und durch den Saarpfalz-Kreis. In Trägerschaft des Saarpfalz-Kreises in Kooperation mit Saarpfalzkultur e. V.

Das Programm „TRAFO – Modelle für Kultur im Wandel“, eine Initiative der Kulturstiftung des Bundes, unterstützt Kultureinrichtungen außerhalb von Metropolen dabei, sich weiterzuentwickeln. In enger Kooperation mit den Akteuren vor Ort werden Antworten gesucht, wie ein attraktives Kulturangebot in ländlichen und strukturschwachen Regionen in Zukunft aussehen und organisiert werden kann. In den Jahren 2016 bis 2020 werden deutschlandweit sechs Projekte gefördert.

Die dort bestehenden Theater und Museen, Bibliotheken, Musikschulen und Volkshochschulen zeigen, welche Potenziale in der Veränderung liegen. Mit kooperativen Ansätzen entwickeln sie Beispiele, wie Kultureinrichtungen in kleineren Städten zu zeitgemäßen, lebendigen Lern- und Kulturorten werden. red./jj

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