Neues Hyänengehege im Zoo

CJD Homburg-Azubis waren beim Bau mit dabei

NEUNKIRCHEN Die im Saarland gar nicht und in ganz Deutschland nur selten gehaltene Art der Streifenhyänen erhält ein neues, großes Gehege im Neunkircher Zoo. Beim Bau oberhalb der Giraffen sind die Auszubildenden des Christlichen Jugenddorfes Homburg/Saar (CJD) mit dabei.

Die alte Dingo-Anlage oberhalb der Giraffen wird derzeit umgestaltet. Es entsteht ein erweitertes und großes Gehege für neue Bewohner des Zoos. Kathi, die erste Streifenhyänin des Saarlandes wird dort demnächst wohnen.

Beim Bau, der im Oktober fertig gestellt werden soll, sind auch fünf Jugendliche des CJD Homburg und ihr Betreuer dabei. „Wir arbeiten gemeinsam an der für Kinder und Erwachsene attraktiven Anlage“, erzählt der verantwortliche Landwirtschaftsgärtner Florian Becker aus dem Neunkircher Zoo und spricht dabei von einer win-win-Situation: „Die Jugendlichen sind sehr motiviert, wenn sie außen arbeiten. Das bedeutet für uns, engagierte Mitarbeiter, die eine sehr zufriedenstellende Arbeit auf ihrer Lehrbaustelle leisten. Die Jugendlichen auf der anderen Seite arbeiten an einem praxisnahen Objekt, an dem sie auch in vielen Jahren noch Freude haben können.“

Was genau dort entsteht, erzählt Raffael Weiß, der gemeinsam mit seinen Kollegen den Beruf des Maurers bzw. Trockenbauers erlernt und zwei Wochen lang ganz neue Erfahrungen machen kann: „Wir bauen eine vier Meter lange, geschwungene Felswand mit drei Aussparungen, durch die die Besucher die Hyänen beobachten können“. Zusätzlich entstehe eine Grabungsstation für Kinder, die dort kleine Skelettteile suchen und finden dürfen.

Alle Beteiligten profitieren

Die Zusammenarbeit zwischen dem Neunkircher Zoo und dem CJD Homburg ist nicht die erste ihrer Art. Die jungen Auszubildenden, alle mit verschiedenen Handicaps, sind im Zoo gerne gesehene Unterstützer. So helfen die Schreinerlehrlinge bei Transporten, die Maler gestalteten bereits den neuen Eingangsbereich.

Wolfgang Wohlwend, Betreuer bei den Maurern, ist dankbar, dass solche Kooperationen möglich sind: Wenn das gemeinnützige CJD gemeinnützige Einrichtungen unterstützt, profitieren alle davon. So wie auch bei der evangelischen KiTa Arche Noah in Neunkirchen. Dort bauten die Schreiner-Azubis den Spielturm und das Klettergerüst im Außengelände neu. Die notwendigen Holzteile wurden in der Lehrwerkstatt in Homburg von den Jugendlichen für die Kinder hergestellt. Natürlich unter Aufsicht des Lehrherrn und später vom TÜV abgenommen. Fragt man die Azubis, würden diese sehr gerne weitere solcher Dienstleistungen übernehmen.

red./eck

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