Neuer Superintendent

Markus Karsch wurde von der Synode des Kirchenkreises Saar-Ost gewählt

WELSCHBACH Markus Karsch wird neuer Superintendent des Kirchenkreises Saar-Ost. Die 74 Abgeordneten aus den 14 Kirchengemeinden wählten auf der Synode in Hirzweiler-Welschbach den 49-jährigen Theologen in das Hauptamt. Er bekam 44 Stimmen. Karsch ist Nachfolger von Gerhard Koepke, der im März nächsten Jahres in den Ruhestand geht.

In seiner Vorstellung vor der Synode betonte Karsch die Funktion des Amtes als „Dienstleister für die Gemeinden“. Es gehe ihm darum, die Arbeit der Kirchengemeinden vor Ort zu stärken. Um für die Zukunft gerüstet zu sein, müsse sich die Kirche verändern. Sie sei heute zu viel Behörde. „Wir brauchen lebendige Gemeinden und einen lebendigen Glauben“, sagte Karsch. Dafür wolle er einstehen. Er ist davon überzeugt, dass dies auch gelingen kann. Karsch machte sich das Motto von Barack Obama zu Eigen: „Yes we can!“

Karsch ist seit 2006 Pfarrer der Evangelischen Kirchengemeinde St. Wendel, heute Gesamtkirchengemeinde St. Wendel. Er ist in Merzig geboren und in Mettlach aufgewachsen. Nach dem Abitur Studium der Evangelischen Theologie in Bonn absolvierte er sein Vikariat in der Kirchengemeinde Offenbach am Glan, den Probedienst dann schon in St. Wendel. Der Theologe ist verheiratet und hat einen Sohn.

Viele Struktur- Debatten

In seinem letzten Bericht vor der Synode hatte Superintendent Gerhard Koepke allen für die gute Zusammenarbeit in all den Jahren gedankt. Als er 2010 gewählt wurde, entstanden aus ehemals drei Kirchenkreisen die Kirchenkreise Saar-Ost und Saar-West. Deshalb habe das „Zusammenführen“ als einer seiner Hauptaufgaben verstanden, sagte Kopeke. Heute ist er davon überzeugt: „Da wächst zusammen, was zusammengehört“.

Koepke ging auch auf das Reformationsjubiläum ein: „Wir hatten in der Vergangenheit sehr viele Struktur-Debatten. Dieses Jubiläum hat uns wieder näher an die Inhalte geführt: von der Notwendigkeit weiterer Modernisierung bis hin zur Forderung, auch gesellschaftlich wieder mutiger Stellung zu beziehen.“

Außerdem verabschiedeten die Synodalen die Finanzplanung für das Jahr 2018. Insgesamt plant der Kirchenkreis mit Kirchensteuern in Höhe von rund 9, 3 Millionen Euro. Davon gehen die Umlagen für die gemeinsamen Einrichtungen, wie die Diakonie Saar oder die Arbeitsgemeinschaft Evangelischer Jugend, die Landeskirche und die Arbeit auf Kirchenkreisebene ab. Den Gemeinden stehen für ihre Arbeit durchschnittlich 83,62 Euro pro Gemeindeglied zur Verfügung. Das sind 2,7 Prozent weniger als 2017.

red./eck

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