Neuer Mann im Saarlouiser Rathaus

Peter Demmer (SPD) hat mit dem Jahreswechsel sein Oberbürgermeister-Amt angetreten

SAARLOUIS Seit Neujahr ist Peter Demmer (SPD) Oberbürgermeister der Stadt Saarlouis. Der Kripobeamte (Jahrgang 1960) tritt die Nachfolge des an Allerheiligen verstorbenen OB Roland Henz an. Demmer ist verheiratet, wohnt in Roden, hat zwei erwachsene Kinder. Im Vereinsleben bestens vernetzt, nennt Demmer Fußball, Joggen und Fahrradfahren als Hobbys.Herr Demmer, ein wichtiger Festredner fehlte bei Ihrem Amtsantritt am 29. Dezember 2017. Was haben Sie an Ihrem verstorbenen Amtsvorgänger Roland Henz besonders geschätzt?Meine Amtseinführung war eine sehr gelungene Veranstaltung und ich danke allen, die – in welcher Form auch immer – daran mitgewirkt haben. Dass mein Freund Roland Henz mir die Amtsgeschäfte nicht mehr persönlich übergeben konnte, war für mich besonders schmerzlich. Er war nicht nur für mich ein großes Vorbild, er hat das Amt des Oberbürgermeisters geliebt und gelebt, sich mit Leib und Seele für die Belange seiner Stadt eingesetzt und niemals einen Kampf gescheut oder aufgegeben. Diese Beharrlichkeit zum Wohle der Stadt und ihrer Menschen hat mich immer sehr beeindruckt. Auch hatte er stets ein offenes Ohr für alle Anliegen und nahm sich immer Zeit, den Bürgerinnen und Bürgern zuzuhören. Dies möchte ich auch in seinem Sinne gerne beibehalten. Gab es Ratschläge, die Roland Henz Ihnen für das Amt des Oberbürgermeisters mit auf den Weg gegeben hat?Ratschläge in Bezug auf spezielle Themen gab es in dieser Form nicht. Roland und ich kannten uns fast 30 Jahre, also auch schon während seiner Tätigkeit als Ratsmitglied bzw. Landtagsabgeordneter. Während einer solch langen Zeit der intensiven Zusammenarbeit schaut man sich sicher das Ein oder Andere ab. Das ist Fakt. Welche Schwerpunkte werden Sie nach Ihrem Amtsantritt setzen?Eine meiner zentralen Aussagen war und ist, dass ich den Fokus nicht nur auf die Innenstadt, sondern bewusst auch auf die Stadtteile richten werde. Hier gibt es genügend zu tun, beispielsweise im Bereich der Kinderspielplätze, der öffentlichen Anlagen aber auch Gehwege und Straßen. Ein weiterer Schwerpunkt wird die Verkehrssituation in der Stadt sein. Die durchfahrenden LKWs müssen raus aus unseren Ortskernen. Hierzu muss in Zusammenarbeit mit allen Beteiligten ein Gesamtverkehrsplan auf den Tisch.

Auch das Thema Sicherheit und Ordnung nimmt einen großen Stellenwert ein. Dies ist selbstredend bei meinem Beruf als Kripobeamter. Hier gibt es an vielen Stellen noch kleinere Stellschrauben zu drehen, um das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger erheblich verbessern zu können. Ein entsprechendes Instrument ist mit dem von Roland Henz ins Leben gerufenen „Netzwerk SOS“ (Sicherheit-Ordnung-Sauberkeit) schon vorhanden.

Eines der größten Felder wird nach wie vor der städtische Haushalt sein. Es gilt zu vermeiden, dass Saarlouis zur Sanierungskommune wird. Das würde uns in unserem Handeln massiv einschränken. Hier gilt es, vorausschauend zu agieren und das Geld, das uns zur Verfügung steht, auch an den richtigen Stellen einzusetzen. am

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