Nach dem Sport sollte man die Entspannung nicht vergessen

(djd). Sport ist der ideale Ausgleich zum Alltag und die beste Möglichkeit, gesund zu bleiben. Fitnesstraining, Wandern, Schwimmen und Joggen zählen zu den beliebtesten Disziplinen. Doch nicht nur das aktive Training ist wichtig. Für ein effektives Ergebnis sollten Profi- und Hobbysportler auch auf die richtige Regeneration und Ernährung achten. Profi-Triathletin Tine Holst gibt vier Tipps:

1. Trainingsplanung: Sie ist A und O auch in puncto Regeneration, erklärt Tine Holst: "Auf zwei bis drei Belastungstage sollte ein Entlastungstag folgen - danach kann es am nächsten Tag wieder intensiver weitergehen." An Entlastungstagen absolviert man ein kürzeres und lockeres Training, dabei sollte viel Zeit fürs Dehnen eingeplant werden.

2. Aktive Regeneration: Der Begriff steht für Bewegung auf niedrigem Belastungsniveau. Das kann der klassische Cool-down sein, also das langsame Auslaufen nach dem Lauftraining, das Ausrollen nach einer Radeinheit oder ein paar langsam geschwommene Bahnen nach einem intensiven Schwimmtraining. "Aktive Regeneration ist aber beispielsweise auch ein lockerer Lauf am frühen Morgen, bevor später am Tag die intensive Kerneinheit folgt oder ein sanftes Training am Entlastungstag", so Tine Holst.

3. Passive Regeneration: "Auch Physiotherapie und Massage sind sehr wichtig zur Lockerung der Muskeln und zur Entspannung von Körper und Seele. Denn man muss dem Körper auch mal ein kleines Dankeschön für all das geben, was er leistet", so Tine Holst. Termine bei der Physiotherapie sollten deshalb der Vorbeugung dienen - und nicht erst bei einer Verletzung angesetzt werden.

4. Ernährung: Entscheidend für Sportler ist die richtige Kombination aus Kohlenhydraten, Proteinen und Nährstoffen. "Spätestens eine halbe Stunde nach dem Training muss ich meinem Körper Proteine, Kohlenhydrate und Nährstoffe auf Zellniveau geben", so Tine Holst. "

Ausreichend schlafen

"Wer abends spät ins Bett geht und dennoch früh aufsteht, um zu trainieren, tut seinem Körper nichts Gutes", warnt die erfolgreiche dänische Profi-Triathletin Tine Holst. Das Training werde dann nicht viel bringen. Als Faustregel gilt: Sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht sollten es sein - aber auch hier gibt es individuelle Unterschiede. Wichtig ist zudem mentale Entspannung wie Meditation, Yoga und gezielte Atemtechniken. Tine Holst kommt sogar beim Sport selbst zur Ruhe: "Ich liebe es, allein Rad zu fahren, weil ich dabei völlig entspanne."

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