Millionen für Sport und Musik

Geplante Großinvestitionen in Fußballplätze, Laufhalle und ein Probenhaus für Musiker

REHLINGEN-SIERSBURG Mehr als vier Millionen Euro sollen bis Ende 2018 in den Bau von zwei neuen Fußballplätzen, einer Leichtathletik-Trainingshalle und eines speziellen Vereinshauses in der Gemeinde Rehlingen-Siersburg investiert werden.

Hierauf haben sich die Gemeindeverwaltung, das Land und der Landessportverband (LSVS) grundsätzlich verständigt. Dies bestätigten Bürgermeister Martin Silvanus und Ortsvorsteher mit Ministerfunktion Reinhold Jost in einem Pressegespräch. Konkret geht es um den Umbau des maroden Hemmersdorfer Braschenplatzes in einen Kunstrasenplatz und des Eimersdorfer Fußballplatzes in einen Naturrasenplatz – zusammen für etwa eine Million Euro.

Zudem soll eine neue Laufhalle angrenzend an das Rehlinger Bungert-Stadion des dortigen Leichtathletik-Clubs gebaut werden. „Die geschätzten Kosten hierfür liegen zwischen zwei und drei Millionen Euro“, bestätigte Bürgermeister Silvanus.

Freuen kann sich auch der Musikverein „Almenrausch“ Rehlingen. Zur Nutzung für dessen Proben, aber auch für sonstige kulturtreibende Vereine der Gemeinde, soll 2018 ein neues Vereinshaus gebaut werden. „Ein kleines Grundstück haben wir hierfür in Rehlingen schon gefunden“, bestätigte Silvanus. Wegen der kulturellen Bedeutung dieses Neubaus und auch im Hinblick auf die notwendige Integrierung von Flüchtlingen rechne ich mit einem sehr hohen Förderzuschuss aus meinem Ministerium“, betonte Jost.

Noch vor wenigen Monaten hieß es, dass die Gemeinde als Bauherr für die geplanten Neubauten fungieren und jeweils 25 Prozent der Investitionskosten tragen sollte. „Das hätte die festgelegten Kriterien für Kreditaufnahmen unserer Kommune gefährdet“, gab Silvanus zu verstehen. Nunmehr sollen die nutznießenden Vereine die Bauträgerschaft selbst übernehmen und Kredite aufnehmen. „Die Gemeinde übernimmt dann jeweils eine Bürgschaft und zahlt jährliche Tilgungszuschüsse“, erläuterte Silvanus. Von den Vereinen werde neben Eigenleistungen in der Bauphase auch ein angemessener Finanzierungsanteil erwartet. Die restlichen Finanzierungskosten sollen vom Land und vom LSVS übernommen werden.

„Wir stehen zum Sport und der Kultur in unserer Gemeinde, weshalb wir mit dem Land und dem LSVS eng zum Wohle unserer Bürger kooperieren“, erläuterte Ortsvorsteher Jost. „Dennoch können wir nicht alle Erwartungen erfüllen und müssen Prioritäten setzen“, betonte Silvanus.

rgi

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