Mettlach führt den „Mängelmelder“ ein

Das „AEM – Grafische Anregungs- und Ereignismanagement“ wurde jetzt vorgestellt

METTLACH Das „Ding“ heißt etwas sperrig: „Anregungs- und Ereignismanagement-Tool“. Griffiger wäre „Ideen- und Meckerknopf“. Unterm Strich ist es das Gleiche: Über einen neuen, gut sichtbaren Knopf auf der Internet-Startseite der Gemeinde Mettlach (www.mettlach.de) oder über eine kostenlose App auf dem Smartphone können Bürger ab sofort einfach und schnell alles melden, was ihnen in der Gemeinde auffällt, egal ob positiv oder negativ. Für Bürgermeister Daniel Kiefer, ist dieser neue Service „faszinierend“ und „einzigartig in der Region“.

Das „Anregungs- und Ereignismanagement“, kurz AEM, soll transparent, effektiv, schnell und komfortabel für den Bürger sein.

In der Tat genügen nur wenige Klicks auf den gelben „AEM-Knopf“, um ein Ereignis an die Gemeindeverwaltung zu melden, und zwar sofort an den zuständigen Mitarbeiter. Stichwort über das Thema und den Ort des Ereignisses angeben, zum Beispiel: Schlagloch, Name und E-Mail-Adresse eintippen, absenden, fertig.

„Egal, ob eine Straßenlampe defekt, ein Spielplatz verunreinigt, ein Pflasterstein locker oder der Radweg unbefahrbar ist – mit wenigen Klicks können Sie jederzeit Anregungen und Verbesserungsvorschläge über den PC oder von unterwegs online eingeben und senden“, so Bürgermeister Kiefer.

Noch effektiver als über den PC lässt sich das System mit der App einsetzen, die sich jeder kostenlos auf sein Smartphone herunterladen kann. Dann kann man ein aktuelles Foto zum Beispiel von der defekten Straßenlampe oder dem verunreinigten Bürgersteig machen und direkt ins Rathaus senden. Über die Ortung des Handys – falls diese aktiviert ist – weiß die Gemeinde dann sofort, wo sich der Ort des Geschehens befindet.

Nach dem Absenden der Meldung bekommt der Absender eine automatisierte Benachrichtigung per E-Mail über den Eingang der Nachricht bei der Gemeindeverwaltung. Auf einer Google-Maps-Karte werden alle Orte der gemeldeten Ereignisse mit einem blauen Symbol, eine Art Fähnchen, markiert. Daran kann der Absender einerseits sehen, dass seine Meldung eingegangen ist, andererseits kann der Bürger erkennen, ob das Ereignis oder Ärgernis schon von einer anderen Person gemeldet wurde. „Doppelmeldungen werden hierdurch vermieden“, so Daniel Kiefer.

Im Laufe der Bearbeitung wechselt die Farbe des Fähnchens auf gelb und später auf grün, wenn die Beschwerde erledigt ist. Der Absender wird zudem per E-Mail auf dem Laufenden gehalten.

Und: Jeder Bürger kann über App oder Homepage sehen und verfolgen, ob und wie schnell eine Anregung oder Beschwerde bearbeitet wurde. Diese Transparenz bringt die Gemeindeverwaltung in Zugzwang und das ist laut Kiefer durchaus gewollt.

„Wenn wir Beschwerden bekommen, sollten diese in der Regel in drei Tagen abgearbeitet sein“, legt der Bürgermeister die Messlatte für die Bediensteten der Gemeindeverwaltung und insbesondere des Bauhofes fest. Die Gemeinde hofft nun, dass das neue Online-Angebot von den Bürgern rege genutzt wird.red./ti

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