Lange Nacht der Kirchenmusik in Saarlouis

Konzertveranstaltung an Pfingsten verbindet Orgelklänge mit leichter Musik

SAARLOUIS Die Evangelische Kirchengemeinde Saarlouislädt ein zur „Langen Nacht der Kirchenmusik. Die Veranstaltung in der Nacht von Pfingstsonntag auf Pfingstmontag, 4./5. Juni, ab 20 Uhr, verbindet traditionell klassische Orgelklänge mit leichterer musikalischer Kost. Der Förderverein bietet dazu Snacks und Getränke an.

Der Eintritt ist frei.

Diesmal erwartet die Musikfreunde Orgelmusik, Chanson und Lied. Abschließend findet ein mediterran inspirierter Gitarren-Abend statt.

Auftreten wird junge Yoann Tardivel. Er lehrte als Assistenz-Professor am Conservatoire Nationale in Brüssel, einer der hochkarätigsten Akademien für Kirchenmusik im französischsprachigen Raum. Tardivel war unter anderem Echo-Preisträger und 2009 „Artist of the Year“, gerade weil er seine interpretatorischen Qualitäten der Neuen Musik widmet.

Ab 20 Uhr wird auf der Führer-Skrabl Orgel der Evangelischen Kirche ein Programm vom Barock bis zur Moderne bieten.

Ab 21 Uhr gastiert das Duo Canto aus Metz. Es hat sich mit so ungewöhnlichen wie interessanteren Streifzügen durch die Musiklandschaft einen Namen gemacht.

Sopranistin Cécile Boyer ist eine gefragte Solistin nicht nur, wenn es um Chanson und Operette geht, sondern auch um festliche Oratorien eines Johann Sebastian Bach oder Mozart-Opern. Darüber hinaus reist sie immer wieder als Interpretin von Gregorianik durch die Musikzentren Frankreichs und Europas.

In Saarlouis wird Boyer zusammen mit dem Pianisten Romain Frati eine Auswahl romantischer Miniaturen bieten. Frati ist Professor für Improvisation am Conservatoire régionale in Metz. Der rote Faden durchs Progrmm sind die „Affaires de famille“: Werke, die namhafte Komponisten ihren Liebsten gewidmet haben. Oft genug zählten zu diesen Liebsten – siehe Clara und Robert Schumann – erstklassige Musiker.

Den Abschluss der langen Nacht der Kirchenmusik (ab 22 Uhr) macht der in Mexiko gebürtige Héctor Zamora, der unplugged Gitarre spielt. Seit vielen Jahren musiziert Zamora in kleinen Besetzungen. Als Solist verfügt er über ein Repertoire, das sich den großen südländischen mediterranen Kulturen der Gitarrenmusik widmet, aber auch dem Jazz. red./am

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