Kreisumlage soll auf 53,68 Prozent sinken

Landrat Patrik Lauer hat die Haushalts-Eckpunkte für 2018 vorgestellt

KREIS SAARLOUIS „Eigentlich ein Grund, ganz zufrieden zu sein“, zieht Landrat Patrik Lauer bei der Vorstellung des Kreishaushalts 2018 ein persönliches Fazit: „Durch kluges Wirtschaften schafft es die Kreisverwaltung, die gestiegene Belastung nicht an seine kreisangehörigen Kommunen weiterzugeben.“

Zum dritten Mal in Folge könne die Kreisumlage sinken: Fürs kommende Jahr voraussichtlich auf 53,68 Prozent. 2017 lag die Umlage, mit der der Kreis die Städte und Gemeinden zur Kasse bittet, noch bei 57,51 Prozent.

Von den Absenkungen (3,83 Prozent – 3,4 Mio. Euro) profitierten alle 13 Städte und Gemeinden.

Rechne man höhere Steuereinnahmen und Zuwendungen der Kommunen in Höhe von 7,9 Mio. Euro hinzu, so Lauer, stünden Städten und Gemeinden im Landkreis 11,3 Mio. Euro mehr zur Verfügung – ein „Hoffnungsschimmer“ in durchaus schwierigen Zeiten.

Erstmals seit acht Jahren sinkt die Kreisumlage nach den neuen Berechnungen unter die 55 Prozent Marke. Als „tolles Ziel“ für die nächsten Jahre kann sich der Landrat eine Kreisumlage von unter 50 Prozent vorstellen. Gleichzeitig bekräftigte er seine Forderung nach eigenen Steuereinnahmen für den Landkreis, damit dieser aus seiner Bittsteller-Rolle den Kommunen gegenüber herauskomme.

Das meiste Geld gibt der Landkreis im Jugend- und Sozialbereich aus. 240 Mio. Euro von insgesamt 290 Mio. Euro fließen allein in diesen Bereich. Das sind 82,4 Prozent. Für Schulen werden rund 9 Prozent aufgewandt, für Verwaltung 5,8 Prozent, für Gesundheit/Sport, Gestaltung Umwelt und Zentrale Finanzdienstleistungen jeweils 1 Prozent.

Bei der Integration von Flüchtlingen sieht sich der Landkreis auch weiterhin vor große Aufgaben gestellt.

An Investitionen weist der Kreishaushalt im kommenden Jahr 6,9 Mio. Euro auf: 4,2 Mio Euro für Kreisschulen, zusätzliche 1,7 Mio. Euro für deren Ausstattung und 1 Mio. Euro für Kitas. am

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