Klassiker des Gruselfilms

Stummfilm „Nosferatu“ auf Leinwand mit Live-Begleitung des Saarländischen Staatstheaters

ST. INGBERT Das Saarländische Staatstorchester unter dem Dirigat von Stefanos Tsialis ist am Freitag, 27. Oktober, 20 Uhr, mit einem ganz besonderen Konzert zu Gast in der historischen Industriekathedrale/Alte Schmelz in St. Ingbert: Das Staatsorchester begleitet live den Stummfilmklassiker „Nosferatu“, der auf einer Riesenleinwand gezeigt wird.

„Nosferatu“ wurde im Laufe der Filmgeschichte zwar häufig zitiert und oft kopiert, gilt jedoch immer noch als der Klassiker des Gruselfilms schlechthin.

Nach Motiven des Romans Dracula von Bram Stoker verfasste Henrik Galeen das Drehbuch für Friedrich Wilhelm Murnaus düsteres Filmschauspiel über einen grauenhaften Vampir, der in Gestalt des Grafen Orlok in eine Kleinstadtidylle eindringt. Der Unheimliche verbreitet Pest und Tod, bis sich eine junge Frau opfert und ihn den Sonnenaufgang vergessen lässt.

Murnau inszeniert im Stil des deutschen expressionistischen Films das Mystische, das Grauen auf sublime Weise. Der Film begleitet den Protagonisten mit zitternden Lichtreflexen, lässt ihn in Zeitlupe agieren, vergrößert seinen Schatten, spielt mit der Angst. James Bernard vertonte unzählige englische Horror- und Gruselfilme der 1950er- und 1960er- Jahre und wurde berühmt für den „Hammer-Horror-Sound“.

Er interpretiert Murnaus Meisterwerk als klassischen Horrorfilm, getreu dem Untertitel „Symphonie des Grauens“.

Die zeitgenössische Ensemble-Fassung von Michael Obst aus dem Jahr 2003 erzeugt einen faszinierenden Kontrast zu dem alten Filmmaterial. Die einzelnen Bilder werden von der Komposition sehr fein abgenommen und farbig instrumentiert. Flächig und atmosphärisch breitet sich die – für eine zeitgenössische Komposition vergleichsweise einfach zu spielende – Musik aus und erzeugt eine subtile Spannung.

Vortrag zur Einführung

Vor dem Konzert findet um 19 Uhr ein Einführungsvortrag zum Film statt. Einlass ist um 18.30 Uhr. Beginn der Vorstellung ist um 20 Uhr.

Es handelt sich um eine Kooperationsveranstaltung der PLAN-events GmbH und des Saarländischen Staatstheaters in Zusammenarbeit mit der Europäischen FilmPhilharmonie Filmphilharmonic Edition. Präsentiert wird das Event vom WOCHENSPIEGEL. Karten in vier Preiskategorien gibt es u. a. in allen Verlagsbüros von WOCHENSPIEGEL und DIE WOCH saarlandweit, online unter www.wochenspiegelonline.de/tickets. Weitere Informationen gibt es im Internet unter www.plan-events.de. red./jj

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