Kino, Konzert und Informationen

4. Bouser Hospizwochen mit vielfältigen Programmpunkten – großes Interesse in der Bevölkerung

BOUS Bereits zum vierten Mal fanden die Bouser Hospizwochen statt. Die Veranstaltungsreihe läuft auf Initiative des Fördervereins St. Barbara Hospiz Bous und bietet auf ganz unterschiedliche Herangehensweisen die Auseinandersetzung mit den Themen Hospiz, Tod und Sterben.

Gestartet wurde im Thalia Kino in Bous unter dem Motto „Hopsiz im Kino“. An diesem Abend wurde die Tragikomödie „Das Beste kommt zum Schluss“ gezeigt. Die Reihe wurde mit dem Film „Sterben für Anfänger“ fortgesetzt. Beide Filme waren nahezu ausverkauft und erbrachten einen Spendenerlös in Höhe von 330 Euro, den die Familie Martin, die seit mehr als 50 Jahren das Lichtspielhaus betreibt, auf 350 Euro aufstockte.

Danach fand im St. Barbara Hospiz erstmalig ein Markt der Möglichkeiten statt. Los ging es mit einem Vortrag von Hospizleiterin Judith Köhler, die über die Entstehung und Entwicklung des St. Barbara Hospizes, über Aufnahmekriterien und Leitsätze berichtete.

Im Anschluss folgte ein musikalischer Impuls von Musiktherapeutin Christine Kukula, die eine große Auswahl an außergewöhnlichen Instrumenten mitgebracht hatte. Danach öffnete der Markt der Möglichkeiten seine Pforten.

An verschiedenen Ständen stellten die zentralen Berufsgruppen des Hospizes ihr Tätigkeitsfeld vor: Pflegekraft Claudia Hassel präsentierte ein breites Sortiment zur Aromapflege, Sozialarbeiterin Lisa Schmitt stellte die Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland vor, die Seelsorge zeigte verschiedene Literatur und Mitarbeiterinnen des Ambulanten Hospiz- und Palliativ-Zentrums gaben den Besuchern Informationen rund um das Thema ambulante Sterbebegleitung und Ehrenamt im Hospiz.

Darüber hinaus gab es die Möglichkeit, an Führungen durch das Hospiz teilzunehmen.

Helga Graeske, stellvertretende Pflegedienstleitung, führte Interessierte durch die Räumlichkeiten: „Berührungsängste gegenüber der Einrichtung Hospiz waren schnell abgebaut und die Resonanz durchweg positiv“.

Die Besucher waren von der Vielseitigkeit der stationären Hospizversorgung beeindruckt. Manche berichteten sogar von ihren eigenen Erfahrungen mit Tod und Sterben; andere entschieden sich spontan, das Hospiz von nun an ehrenamtlich zu unterstützen.

Den Abschluss der Bouser Hospizwochen bildete ein Benefizkonzert im Petri-Hof in Bous. Der von Adolph Seidel geleitete „Männergesangsverein Concordia“ aus Bous brachte spontan Unterstützung vom Männergesangsverein Lisdorf mit. Die singenden Männer wechselten sich im Programm ab mit dem gemischten Chor Cantores Domini unter der Leitung von Roman Jung. Beide Chöre boten unterschiedliche Stücke an, von der Renaissance bis in die Moderne. Insgesamt wurde bei dem Benefizkonzert die stattliche Summe von 744 Euro gespendet. Betreiber Christian Friedrich hatte an dem Abend alle Getränke kostenlos zur Verfügung gestellt.

Hospizleiterin Judith Köhler und Fördervereinsvorsitzende Gisela Rink bedankten sich bei allen Beteiligten, Helfern und Spendern für die großzügige Unterstützung: „Durch die vielen Spenden und Unterstützer ist es uns möglich, die Hospizversorgung unserer Gäste in vollem Umfang aufrecht zu erhalten und den Hospizgedanken auch weiterhin in die Öffentlichkeit zu tragen.“

Weitere Informationen über das Hospiz sowie Spendenmöglichkeiten gibt es auf www.sankt-barbara-hospiz-bous.de. red./am

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