Kapuziner im Fidelishaus...

...wenn auch nur kurz / ein Hauch von Nostalgie

ST. INGBERT Die Kapuzinerbrüder vom Kloster in der Karl-August-Woll-Straße haben St. Ingbert längst verlassen. Dennoch kam kürzlich ein Hauch von Nostalgie auf, als der Provinzial der Kapuziner, Bruder Marinus Parzinger, in St. Ingbert anlässlich der Einweihung des neu gestaltete Ingbert-Naab-Platzes weilte. Auf Anregung von Bürgermeister Pascal Rambaud besuchte er während seines Aufenthaltes das Fidelishaus, jetzt Pflegestift der AWO, und die Kirche St. Franziskus, die Wirkungsstätten Ingbert Naabs und vieler seiner Mitbrüder.

Begrüßt wurden Bruder Marinus und Pascal Rambaud von der Pflegedienstleiterin Petra Wagner und dem Einrichtungsleiter Sascha Schmitt. Bei ihrem kleinen Rundgang besichtigten sie zunächst die neu gestaltete Lourdesgrotte. Die Grotte wurde vom ehemaligen Pfarrer aus Oberwürzbach, Johannes Schirmer, neu gestaltet und wird noch regelmäßig von ihm und anderen fleißigen Helfern wie Elisabeth Hunsicker gepflegt. Die Grotte und die ebenfalls neu gestaltete Parkanlage sind ein beliebtes Ziel der Bewohner des Fidelisstifts zum Ausruhen, zur Erholung oder zum Gebet.

Im Anschluss an den Rundgang studierte Bruder Marinus die Chronik des ehemaligen Waisenhauses Fidelisstift und konnte sich anhand der vielen Schwarz-Weiß-Bilder, die in der Einrichtung heute noch zu sehen sind, einen Eindruck vom Leben und Arbeiten seiner Mitbrüder verschaffen. Viele der Bewohner konnten sich noch gut an die Präsenz der Patres erinnern und freuten sich, nach so langer Zeit wieder einen Kapuziner zu sehen. Für die Besucher nicht mehr zugänglich ist die Klosterkapelle, die mittlerweile zu Wohnungen umgebaut wurde. Bruder Marinus angenehm überrascht: „Es ist erfreulich, dass in St. Ingbert das Andenken an die Tradition der Kapuziner bewahrt wird und in den Mauern des ehemaligen Klosters noch immer ein wertvoller Dienst am Menschen verrichtet wird“. red./jj

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