Integration durch Fußball

Über das Projekt der DJK St. Ingbert – Derzeit trainieren hier seit September 16 Asylbewerber

ST. INGBERT Die Fifa, der Weltverband des Fußballs, hat in letzter Zeit der Sportart viel geschadet, sie gar in einen Sumpf aus Intrigen und Korruption gezogen. Dabei beweist der Fußball zur Zeit wieder, was er eigentlich kann, nämlich Menschen und Völker verbinden, ganz ohne Sprache.

Bei der DJK St. Ingbert trainieren seit letztem September 16 Asylanten aus Eritrea, Syrien und Afghanistan. Der Betreuer Norbert Biller erklärt, dass es für ihn wichtig sei, „die Ideen des Vereins zu übermitteln“.

Der Kontakt zur DJK entstand über Birgit Schuster, die ehrenamtlich Sprachunterricht für die Ausländergruppe gibt. Denn solange der Asylantrag nicht positiv bewilligt ist, haben die Migranten kein Anrecht auf Sprachkurse. Die Flüchtlinge hatten bei den Sprachsitzungen den Wunsch geäußert, sich sportlich zu betätigen. Gemeinsam mit dem Eritreer Brhane Bramer, der als Übersetzer für die Neuankömmlinge fungiert, wurde schnell die DJK St. Ingbert als Anlaufstelle auserkoren.

Was am Anfang „nur mit Händen und Füßen ging“, wie Norbert Biller berichtet, verbessert sich stetig. Die jungen Männer, deren Wege sie durch die Wüste und über das Meer bis nach St. Ingbert gebracht haben, sind immer „höflich, freundlich und begeistert. Das Vereinsmotto ´Unser Sport, der Mensch geht vor´ wird hier realisiert“, resümiert der Vorstandsvorsitzende der DJK St. Ingbert Michael Jung.

Gewürdigt wurde das Engagement der DJK St. Ingbert kürzlich vom Rotary Verein St. Ingbert mit 1800 Euro, die in die Ausrüstung der Flüchtlinge flossen Michael Jung sieht das Training als begleitende Maßnahme und hofft einige Spieler in den Aktivenkader integrieren zu können.

km

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