„Homosexualität und Islam“

LSVD lädt am 10. November ins Saarbrücker Schloss ein – Islamwissenschaftler zu Gast

SAARBRÜCKEN In der Veranstaltungsreihe Gegenwind präsentiert der Lesben- und Schwulenverband (LSVD) Saar am Freitag, 10. November, um 19.30 Uhr, im Schloss Saarbrücken, Schlosskeller, einen Vortrag mit Diskussion zum Thema „Homosexualität und Islam“ mit dem Islamwissenschaftler Andreas Ismail Mohr aus Berlin.

Häufig wird über die Spannung zwischen „dem Islam“ und der „Homosexualität“ diskutiert. Die Thematik besitzt eine hohe Brisanz, insbesondere seit 2015 eine verstärkte Einwanderung aus Ländern mit einem hohen muslimischen Bevölkerungsanteil nach Deutschland erfolgte.

Die Debatte wird oft auf beiden Seiten zu stereotyp und ohne umfassende Kenntnis abgehandelt. Daher ist es dem LSVD Saar und Ramesch ein Anliegen, das Thema in den öffentlichen Diskurs einzubringen: Wie steht der Islam als Religion zur Homosexualität? Viele glauben, auf diese Frage gäbe es nur eine einzige Antwort.

Der Islamwissenschaftler Andreas Ismail Mohr wird zeigen, dass es durchaus mehrere Antworten gibt. Andreas Ismail Mohr studierte Islamwissenschaften an der Uni Heidelberg. Er bereiste zahlreiche Länder und Gebiete, darunter Ägypten, Pakistan, Bosnien, Indien, Tunesien, sowie die Städte Mekka und Medina. Er veröffentlichte u. a. „Islam und Homosexualität eine differenzierte Betrachtung.“ und „Das Volk Lots und die Jünglinge des Paradieses. Zur Homosexualität in der Religion des ­Islam.“

Zudem hielt er zahlreiche Vorträge, Workshops und Seminare zu Themen des Islams sowie des interreligiösen Dialogs.

Die Veranstaltung „Homosexualität und Islam“ findet als Teil der Reihe Gegenwind/“Strangers are friends-Migration und Asyl“ des LSVD Saar statt sowie als Teil des Jahresprogramms Vielfalt und Offenheit-Säulen einer freien Gesellschaft von Ramesch e.V.

Die Veranstaltung wird gefördert von der Landeshauptstadt Saarbrücken im Rahmen des Bundesprogramms Demokratie Leben! Der Eintritt ist frei. red./jb

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