Gymnasiasten organisieren Berufsmesse

Seminarfach „Abi 2018 – was dann“ will jungen Leuten Orientierung bieten

GEISLAUTERN Unterricht nach Plan sieht anders aus: Wer das B-Gebäude des Warndt-Gymnasiums betrat, konnte meinen, er befinde sich in einer Kongresshalle.

Leitende Angestellte durchquerten die Flure, Broschüren und Info-Flyer lagen in einem kleinen Info-Zentrum aus, Vorträge wechselten sich in den einzelnen Klassensälen ab. In der Tat waren wieder viele saarländische Unternehmen oder Berufsverbände nach Geislautern gereist, um die anwesenden Schüler über Berufsbilder zu informieren.

Am Geislauterner Gymnasium war es nun schon die zweite Berufsmesse dieser Art, die von den Zwölftklässlern des Seminarfachs zur Berufsorientierung durchführt wurde. Geboren wurde die Idee zur Ausrichtung einer Messe aus unterschiedlichen Gründen: „In Seminarfach stellten wir fest, dass wir eigentlich nur ein begrenztes Wissen im Hinblick auf das Leben nach der Schule haben.“, erklärt eine Schülerin die Motivation ihres Kurses.

Unterstützt wurden die Schüler in ihrer Arbeit von den Seminarfachleitern Tim Recktenwald und Heinz-Jörg Müller. Der Großteil der Organisation lag aber bei den Warndtgymnasiasten: „Die Schüler haben eine starke Eigeninitiative gezeigt, indem sie die Unternehmen selbstständig kontaktiert und die Vorträge koordiniert haben“, beschreibt Müller das Engagement der Schüler.

Auch das Konzept der Messe handelten die Schüler gemeinsam mit ihren Partnern aus der Arbeitswelt aus.

Ganz bewusst stellten die Organisatoren und Teilnehmer der Messe Vorträge und Präsentationen in Kleingruppen in den Vordergrund, um so in adäquater Weise auf die Bedürfnisse der Schüler einzugehen.

Die Rückmeldungen der beteiligten Firmen sowie der Schüler zeigen unzweideutig, dass die erste Berufsmesse ein voller Erfolg war. So lobten die Referenten die gute Atmosphäre sowie die hohe Konzentration und Aufmerksamkeit der Gymnasiasten.

Den Oberstufenschülern hat die lockere Art der Präsentation und die bisweilen fast schon individuelle Betreuung in den Kleingruppen gefallen: „Vor allem die jungen Referenten waren echt cool“, erklärt ein 18-Jähriger mit einem zufriedenen Lächeln und bringt damit den Charakter der Veranstaltung auf den Punkt. red./am

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