‚Gurlitt-Ausstellung‘

Heimat- und Verkehrsverein bietet Tagesfahrt an

KIRKEL Ein Fahrt nach Bonn zur „Gurlitt-Ausstellung“ bietet der Heimat- und Verkehrsverein Kirkel e.V. am Donnerstag, 15. Februar, an.

Endlich ist der Schatz des Cornelius Gurlitt zu sehen. Der Schwabinger Eremit befreite die Kunstwerke vom Bann seiner Familie. „Nazi-Schatz“ wurde der spektakuläre Kunstfund betitelt, von einem milliardenhohen Wert wurde geraunt. Mehr als fünfeinhalb Jahre nach der rechtlich zweifelhaften Beschlagnahmung der „Gurlitt-Sammlung“ wird der Schleier über den Kunstwerken nun gelüftet. In der Doppelausstellung „Bestandsaufnahme Gurlitt“in Bern und Bonn werden insgesamt rund 450 Werke erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Mehr als 1500 Kunstwerke – Monet, Cézanne, Renoir, Macke, Dix, Nolde, Beckmann – waren 2012 in Gurlitts Münchner Wohnung und später in seinem Salzburger Haus entdeckt worden. Die Arbeiten der berühmtesten Künstler vor allem des 19. Jahrhunderts und der Klassischen Moderne – sie waren teils verschimmelt, wie Monets „Waterloo Bridge“ (1903). Unter dem Titel „Bestandsaufnahme Gurlitt“ zeigen die Bundeskunsthalle in Bonn und das Kunstmuseum Bern zeitgleich zwei Ausstellungen mit unterschiedlichen thematischen Schwerpunkten aus dem Nachlass von Cornelius Gurlitt. Während die Berner Schau sich auf die „Entartete Kunst“ konzentriert, widmet sich die Ausstellung in Bonn vor allem jenen Werken, die in enger Verbindung mit dem NS-Kunstraub stehen sowie den Schicksalen der verfolgten, meist jüdischen, Künstler, Sammler und Kunsthändler. Die Bundeskunsthalle zeigt rund 250 Werke, von denen die meisten in Zeiten des Nationalsozialismus entzogen wurden oder deren Herkunft noch nicht geklärt werden konnte.

Anmeldung und Informationen unter E-Mail d.hochlenert@kirkel.de Heimat- und Verkehrsverein oder beim Kirkel e.V., Rathaus Limbach, Zimmer 28, Tel. (06841) 809840. red./jj

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