„Grünen“ Vorsitzender R. Waschburger: „Kein Verlass auf Verbrauchswerte“

Die deutsche Autoindustrie, ein Aushängeschild und Motor der deutschen Wirtschaft soll gut dastehen. Da wird beim Kraftfahrtbundesamt, das dem Bundesverkehrsministerium untersteht, auch mal ein Auge zugedrückt, wenn es um geschönte Abgas- und Verbrauchswerte der deutschen Automobilindustrie geht.

VW wurde öffentlich vorgeführt und hat manipulierte CO2 Angaben zugegeben, zurückgehend auf Untersuchungen des internationalen Forschungsinstituts „ICCT“.

Jetzt hat sich „ICCT“ wieder zu Wort gemeldet. Sie haben eine Studie erstellt mit der niederländischen Organisation für angewandte Wissenschaften (TNO) und dem deutschen Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (IFEU).

Die Studie belegt, was wir eigentlich schon immer geahnt haben, dass die Verbrauchswerte bei unseren Autos, wie vom Hersteller angegeben, so nicht stimmen können. Alle Autos verbrauchen mehr Sprit als angegeben. Dem tatsächlichen Verbrauch am nächsten kommt noch der Skoda Fabia (Bj. 2014), aber immer noch etwa 20% über dem angegebenen Wert des Herstellers. Den Vogel schießt mit über 50% Mercedes E-Klasse (Bj. 2014) ab.

Anders als bei den manipulierten Abgaswerten, musste man bei den Verbrauchswerten nicht in die illegale Trickkiste greifen. Der Autoindustrie bekannte und neu gefundene Schlupflöcher wurden genutzt, um Testkriterien zu unterwandern.

Bis 2017 müssen wir uns gedulden, bis dahin soll ein einheitlicher Test in der EU für Transparenz sorgen.

Unser Leserreporter Jürgen Marowsky aus Riegelsberg

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