Großes Engagement für Flüchtlinge

DRK Landesverband Saarland zieht in Schwalbach eine vorläufige Bilanz der Hilfe

SCHWALBACH „Ein Plus für unser Saarland“, lautet der Titel des Leistungsberichtes der auf der Delegiertenversammlung in Schwalbach vorgestellt wurde. Michael Burkert, Präsident des DRK-Landesverbands, hob in seiner Grundsatzrede die Bedeutung des ehrenamtlichen Engagements der Helfer des Deutschen Roten Kreuzes für unsere Gesellschaft hervor.

Burkert ging auf die besondere gesellschaftliche und sozialpolitische Herausforderung ein, vor die das Deutsche Rote Kreuz und seine Helfer in den letzten Monaten gestellt worden sind.

„Dies war“, so Burkert, „eine außergewöhnliche Leistung aller beteiligten Hilfskräfte“. Bis Ende Oktober waren über 700 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer im Einsatz, die annähernd 25000 Einsatzstunden geleistet hatten. In Folge des Einsatzes in der Landesaufnahmestelle in Lebach wurden Hilfeleistungen für Flüchtlinge auch in der Fläche erbracht, so in Köllerbach, in Riegelsberg-Walpershofen jeweils für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge, aber auch in Stennweiler, in Spiesen-Elversberg, in Illingen, in Hüttigweiler, in Neunkichen und in Namborn.

„Das Engagement der Helferinnen und Helfer des Roten Kreuzes hat“, so Michael Burkert, „wesentlich dazu beigetragen, dass Flüchtlingen nach den Prinzipien der Rotkreuz-Bewegung, der Menschlichkeit, Unparteilichkeit, Neutralität und Unabhängigkeit geholfen wird.

DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters würdigte die hohe Leistungsfähigkeit und die Bedeutung des DRK im Saarland besonders in der aktuellen Flüchtlingshilfe.

DRK-Präsident Dr. Rudolf Seiters verwies darauf, dass derzeit bundesweit rund 440 Notunterkünfte mit mehr als 140000 Flüchtlingen vom Deutschen Roten Kreuz betreut werden. Rund um die Uhr seien mehr als 15000 ehrenamtliche und hauptamtliche Helfer allein für diese Aufgabe im Einsatz.

Landesgeschäftsführer Günther Batschak stellte im Detail die einzelnen Aufgabenfelder, deren Leistungsfähigkeit, Entwicklung und Bedeutung für die Zukunft des DRK-Landesverbandes Saarland dar.

In seinem Grußwort sagte der saarländische Innenminister Klaus Bouillon, dass die Arbeit des Deutschen Roten Kreuzes unter dem Motto „Helfen im Zeichen der Menschlichkeit“ stehe.

„Was das konkret bedeutet“, so Bouillon weiter, „zeigen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des DRK unter anderem täglich bei ihrer Arbeit in der Landesaufnahmestelle Lebach. Dieser außerordentlichen Leistung gehören mein Respekt und meine Anerkennung.“

Auch der Bürgermeister der Gemeinde Schwalbach, Hans-Joachim Neumeyer, dankte den Ehrenamtlichen für deren Einsatz.

Patrik Lauer, Landrat des Landkreises Saarlouis, nannte das DRK als eine der größten Hilfsorganisationen und Wohlfahrtsverbände.red./am

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de