Größere Baumaßnahme erst im Jahr 2019

Die Blieskasteler Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener im Gespräch mit dem WOCHENSPIEGEL

BLIESKASTEL Nach rund einem halben Jahrhundert ist die Festhalle in Blieskastel in die Jahre gekommen. Als Veranstaltungsort ist sie längst nicht mehr zeitgemäß, wenn es auch immer wieder hochkarätige Konzerte im Rahmen des bekannten Festivals Euroclassic oder andere Events gibt.

Vor allem der Anbau kann nach Einschätzung von Bürgermeisterin Annelie Faber-Wegener, die im Gespräch mit dem WOCHENSPIEGEL einen Ausblick auf das Jahr 2018 wagt, nicht mehr saniert werden. Der Stadtrat habe deshalb eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben, bei der unter anderem analysiert werden soll, ob nicht der komplette Abriss und Neubau des Gebäudes kostengünstiger ist als eine Renovierung. Die Gutachter sollen zudem auch die laufenden Kosten der Unterhaltung des Hauses im Blick behalten. Ein Ergebnis erwartet Faber-Wegener in den nächsten Monaten. Dann könnte ein Finanzierungskonzept erarbeitetet und entsprechende Förderanträge gestellt werden.

Bezüglich des viel diskutierten Biosphärenhauses sei jetzt klar, dass dieses in Blieskastel entstehen wird. Konkrete Pläne hierzu gebe es allerdings noch nicht. Einig sei man sich darin, dass vorhandene Infrastruktur hierfür genutzt werden soll. Auch hier müsste dann erst noch die Finanzierung geklärt werden.

Ersatz für das Altstadtfest

„Ein Ersatz für das Altstadtfest ist gefunden“, berichtet die Bürgermeisterin. Hier bedankt sie sich bei der zuständigen Arbeitsgruppe unter Federführung der Beigeordneten Brigitte Adamek-Rinderle, die ein Konzept für den neuen Event erarbeitetet hat. „Es soll eine Art von Straßenfest werden, bei dem auch die neue Art des Street-Food eingebunden wird“, informiert die Rathaus-Chefin. Geplant sei maximal eine Bühne. Die Verantwortlichen würden auf Straßenmusiker oder -theater setzen, die für das richtige Ambiente und Stimmung sorgen könnten. „Selbstverständlich werden die Vereine eingebunden“, betont Faber-Wegener. Hier liege aber der Knackpunkt, ob es gelinge, noch in diesem Jahr die Veranstaltung zu realisieren. So sei es sehr schwierig, im Sommer einen geeigneten Termin zu finden. Der des Altstadtfestes falle beispielsweise wieder in die Zeit der Fußball-Weltmeisterschaft, was zu weniger Besuchern führen könnte. Die Bürgermeisterin stellt klar, dass das Fest auch am Abend gefeiert werde – allerdings nicht mit Rock- und Pop-Musik. Vielmehr gebe es alternative Klänge zu hören.

L 113 wird an Blies verlegt

Eine größere Baumaßnahme komme auf die Blieskasteler erst 2019 zu. Dann werde die Landesstraße L 113 an die Blies verlegt. Die Parkplätze seien danach direkt an der Innenstadt. Dies führe zum einen für mehr Sicherheit für die Fußgänger – zum anderen sorge es für ein besseres Stadtbild und weiteren Entwicklungsflächen. „Temporär werden während der Bauzeit natürlich Parkplätze wegfallen“, so die Bürgermeisterin. Deshalb soll die Innenstadt dann ausschließlich den Gästen vorbehalten bleiben. Arbeitnehmer sollten außerhalb ihre Fahrzeuge abstelle. Die Verwaltung prüfe hier den Einsatz des Dolmuschs. Ob der allerdings kostenlos angeboten werden könne, stehe noch nicht fest.

Faber-Wegener bestätigt den Eindruck vieler Einwohner, wonach der Durchgangsverkehr der Bundesstraße B 423 und der L 113 zugenommen hat. Eine Verlangsamung der Autos und Laster sei aber in Webenheim von den Bürgern abgelehnt worden. Diese würden einen schnellen Durchfluss bevorzugen.

Weitere Projekte in diesem Jahr seien die Eröffnung des Edeka-Marktes in Lautzkirchen und die Kooperation des Bürgerbüros mit Gersheim und Mandelbachtal. Hier seien Urlaubs- und Krankheitsvertretungen und eine Spezialisierung der Mitarbeiter geplant. Über eine komplette Gebietsreform werde derzeit nicht gesprochen. nob

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