Gesunde, wirtschaftliche Lage

Handwerksbetriebe in der Südwestpfalz blicken optimistisch in die Zukunft

SÜDWESTPFALZ Im pfälzischen Handwerk herrscht weiterhin konjunkturelle Hochstimmung. Dies zeigt die aktuelle Herbstumfrage der in Kaiserslautern ansässigen Handwerkskammer der Pfalz, bei der 2500 repräsentativ ausgewählte Betriebe aus dem Kammerbezirk zu ihrer wirtschaftlichen Situation befragt wurden.

„Bedingt durch den hohen Beschäftigungsgrad und das niedrige Zinsniveau ist die Konsumbereitschaft der Verbraucher nach wie vor hoch. Dies spüren auch die pfälzischen Handwerksbetriebe“, informiert die Handwerkspräsidentin Brigitte Mannert. Die gesteigerte Nachfrage nach handwerklichen Leistungen führe dazu, dass 92 Prozent der befragten Betriebe sowohl ihre gegenwärtige als auch ihre erwartete Geschäftslage mit gut oder befriedigend bewerten. Bezogen auf die einzelnen Branchen geben 100 Prozent der Baubetriebe, 94,4 Prozent der Ausbaubetriebe. 93,7 Prozent der gewerblichen Zulieferer, 91,2 Prozent der Kraftfahrzeugbetriebe, 85,7 Prozent der Nahrungsmittelhandwerker, 100 Prozent der Gesundheitshandwerker und 84, 1 Prozent der persönlichen Dienstleiter an, mit ihrer aktuellen Geschäftslage zufrieden zu sein.

Somit bewegen sich aktuell alle Branchen auf einem überdurchschnittlich hohen Niveau und blicken ebenso erwartungsvoll in die Zukunft. Lediglich die Kfz-Betriebe und die personenbezogenen Dienstleister haben ihre Erwartungshaltung, die zukünftige Geschäftslage betreffend, im Vergleich zum Vorjahr etwas zurückgeschraubt, so Mannert.

Fachkräfte gesucht

Neben dem hohen Auslastungsgrad gibt auch in die derzeitige Umsatzentwicklung Aufschluss über die gesund wirtschaftliche Lage der pfälzischen Handwerksbetriebe, 31,8 Prozent der befragten Betriebe können eine Umsatzsteigerung gegenüber dem Vorquartal bestätigen. In Zukunft rechnen weiterhin 30,4 Prozent der Betriebe mit steigenden Umsätzen. „Doch neben den jährlich steigenden Rohstoff- und Materialkosten, die den Betrieben branchenübergreifend zu schaffen machen, ist auch erkennbar, dass gerade das fehlende Fachpersonal als Wachstumsdämpfer wirkt“, stellt die Präsidentin fest. Gut ausgebildete Handwerker seien gefragter denn je. Die aktuelle Umfrage zeige, dass 19 Prozent der Betriebe ihren Personalbestand gegenüber dem Vorquartal bereits erhöht haben und 14,5 Prozent auch in Zukunft zusätzliches Personal einstellen möchten, betont Mannert.

Der allgemeine Geschäftsklima-Indikator der Betriebe sei wie in der Vergangenheit überdurchschnittlich und liege aktuell bei 152 Punkten. Im Vergleich zum Vorjahr sei dieser somit um drei Punkte gestiegen, was die sehr gute konjunkturelle Entwicklung im Handwerk nochmals unterstreicht, berichtet die Präsidentin.rb

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