Gesunde und nachhaltige Schulen

EWA plus zeichnete Bildungsstätten im Saarpfalz-Kreis aus

HOMBURG Ursprünglich waren der nachhaltige Umgang mit den Ressourcen Energie, Wasser und Abfall das Ziel des 1998 von der Umweltberatungsstelle des Kreises ins Leben gerufenen EWA-Projektes. Nach einer ausführlichen Analyse der Energie- und Abfalldaten der Schulen entstand die Idee, die weiterführenden Schulen des Kreises bei der nachhaltigen Entwicklung eines gesunden und ökologischen Schulumfelds zu unterstützen.

Seit Beginn des EWA-Programms haben sich 18 Schulen des Saarpfalz-Kreises beteiligt, die Themenfelder wurden im Laufe der Jahre deutlich erweitert, weshalb auch ein neuer Name für das Projekt erwünscht war. Der Vorschlag der Geschwister-Scholl-Schule „EWA plus – ein Programm für nachhaltige und gesunde Schulen im Saarpfalz-Kreis“ wurde von der Jury ausgewählt.

Im Rahmen des EWA-Programmes erarbeiten Schülergruppen in Zusammenarbeit mit ihren Lehrern und Hausmeistern Verbesserungsvorschläge und Projekte zu gesundem und nachhaltigem Verhalten für ihre Schulen. Zur Auszeichnung dieser Bemühungen wird jedes Jahr eine Prämierung vorgenommen, immer in einer anderen Schule. In diesem Jahr bot das Homburger Christian von Mannlich-Gymnasium den stilvollen Rahmen. Gäste waren Umweltminister Reinhold Jost, Bildungs-Staatssekretärin Christine Streichert-Clivot und Landrat Dr. Theophil Gallo sowie die Schüler und Lehrer der 13 teilnehmenden Schulen. Keine Schule ging bei dieser Preisverleihung leer aus. Neben Geldpreisen wurde an alle engagierten Schulen das begehrte Zertifikat für gesunde und nachhaltige Schulen vergeben. Die Bewertung erfolge anhand eines Leitfadens, in dem die Schulen die Umsetzung von Maßnahme im Schulalltag dokumentieren müssen. Darüber hinaus muss mindestens ein Projekt durchgeführt werden.

Alle 13 teilnehmenden Schulen erhielten Geldpreise

„Die Auszeichnung erfolgte in drei Kategorien. Alle Schulen sind mittlerweile auf einem sehr hohen Niveau und die Unterschiede nur noch gering“, erläuterte Programmleiterin Eva Schwerdtfeger. Bis in Kategorie 1 schafften es die Gemeinschaftsschulen Gersheim und Mandelbachtal, das Leibniz-Gymnasium St. Ingbert, das Berufsbildungszentrum St. Ingbert sowie die Bexbacher Galileo-Schule mit einem Geldpreis in Höhe von jeweils 500 Euro. Diese Schulen erfüllten die meisten Voraussetzungen der wertenden EWA-Jury. Kriterien wie die Einbindung des Projektes in den Schulalltag, die Maßnahmen in den Bereichen Energie, Wasser und Abfall, die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel oder Fahrrädern und die Schulgeländegestaltung spielten in die Bewertung mit hinein. Auch gesundheitsspezifische Faktoren wie das Raumklima, die Bewegung und Entspannung sowie Ernährung und Schulverpflegung waren bedeutend. Die umgesetzten Ideen reichten von dem Modellieren und Einpflanzen von Blühbomben über das Herstellen natürlicher Kosmetik und das Gestalten von lustigen Sprüchen auf Schildern zur Müllvermeidung und -trennung bis hin zum Basteln eines sprechenden dankbaren Mülleimers und vielen weiteren tollen Ideen.

Mit dem zweiten Platz wurden das Mannlich-Gymnasium, die Paul Weber-Schule in Homburg, die Gemeinschaftsschule Kirkel, die Geschwister-Scholl Schule und die Franz Carl-Schule in Blieskastel prämiert und erhielten ein Preisgeld in Höhe von 400 Euro. Je 300 Euro erhielten die Drittplatzierten Schulen, welchen die Gemeinschaftsschule Neue Sandrennbahn in Erbach, die Gemeinschaftsschule in Rohrbach und das Saarpfalz-Gymnasium in Homburg erreichten. Anlässlich der Feier dankte Eva Schwerdtfeger, die das EWA-Projekt ins Leben gerufen hatte, für die langjährige Unterstützung durch die im Kreis Verantwortlichen und die Möglichkeit, dieses Projekt nachhaltig weiterzuführen.

Mit der Fortführung des Programms laufen auch die Vorbereitung für das 20-jährige Jubiläum im Jahr 2018 an. Weitere Infos bei der Koordinierungsstelle Umwelt und Gesundheit, Eva Schwerdtfeger, Gesundheitsamt des Saarpfalz-Kreises, Tel. (06841) 1048391, E-Mail kug@saarpfalz-kreis.de. red./jj

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