Gemeinsam Flüchtlingen bei der Integration helfen

1. Integrationsgipfel im Saarland fand in der Lebacher Stadthalle statt

LEBACH Der 1. Integrationsgipfel im Saarland, einberufen von der Landesbeauftragten für Integration im Saarland, Sozialministerin Monika Bachmann, hat mit der Verabschiedung der „Lebacher Erklärung“ eine feste Grundlage für eine zukunftsorientierte Integrationspolitik im Saarland geschaffen. Auf der Bühne der Lebacher Stadthalle sprachen sich die Ministerin und 15 Repräsentanten der saarländischen Städte und Gemeinden, Kreise, Wohlfahrtsverbände, Institutionen, Vereine und Kirchen gegen Fremdenfeindlichkeit, Gewalt und Extremismus aus und bekräftigten mit der Unterschrift auf der „Lebacher Erklärung“, sich tatkräftig für das friedliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher Kulturen, Ethnien, Nationalitäten und Religionen einzusetzen.

„Ich freue mich, dass es gelungen ist, so viele Organisationen an einen „Tisch zu bringen“, Gemeinsamkeiten zu finden, Ziele zu definieren und die Zusammenarbeit zu fördern“, erklärte Monika Bachmann. „Denn um Menschen mit Migrationshintergrund in unserem Lande „Herzlich willkommen“ zu heißen und ihnen eine gleichberechtigte Teilnahme und Teilhabe am gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben unseres Landes zu ermöglichen, brauchen wir in allen integrationspolitischen Handlungs- und Lebensfeldern engagierte Mitstreiter, Unterstützer und Akteure“, sagte Bachmann.

Zu diesen Mitstreitern gehört auch der Saarlouiser Landrat Patrik Lauer. Er unterzeichnete die Vereinbarung für den Landkreistag Saarland. Der Landkreistag Saarland begrüße die Lebacher Erklärung als Bekenntnis unserer weltoffenen und toleranten Region. Lauer zitierte den namhaften Architekten der Bauhausbewegung, Walter Gropius, der sagte: „Bunt ist meine Lieblingsfarbe.“

Gemeinsame Ziele definieren

„Wir sollten uns nicht von Farben abschrecken lassen, wenn wir das Fundament für das Haus unserer Gesellschaft bauen“, und Landrat Lauer ergänzte: „Wir sind bunt in unseren Überzeugungen, unseren Hobbies, unseren Geschmäckern, unseren Wertevorstellungen und unserer Persönlichkeit. Jeder Mensch ist in so vielen Dingen so einzigartig, so bunt; ihn über seine Herkunft zu definieren, würde viel zu kurz greifen.“ Eigentlich sollte es egal sein, woher jemand komme. Wichtig sei es, in welche Zukunft er zusammen mit unserer Gesellschaft gehe und wie er diese mitgestalten wolle. Integration sei aber kein „Selbstläufer“, Integration sei vielmehr eine dauerhafte Aufgabe, die Chancen biete, die sich unsere Gesellschaft nicht entgehen lassen sollte. „Wir brauchen Mutige, wir brauchen Interessierte und „Aufeinanderzugeher“. Für die Integration brauchen wir alle“, schloss Landrat Patrik Lauer. red./mk

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