Gelungene Integration von Flüchtlingskindern

Sozialministerin zu Besuch in der Katherine-Weißgerber-Schule in Klarenthal

KLARENTHAL Sozialministerin Monika Bachmann, die zugleich Integrationsbeauftragte der saarländischen Landesregierung ist, hat die Katharine-Weißgerber-Schule in Klarenthal besucht und mit Lehrern und Schülern der internationalen Klasse über die Verbesserung der Integration der Unbegleiteten minderjährigen Flüchtlinge und die auftretenden Probleme hinsichtlich der Berufsvorbereitung und Integration gesprochen.

Die Ministerin war beeindruckt von der gelungenen Integration der Flüchtlingskinder an der Schule: „Ich freue mich, in der Schulgemeinschaft der Katharine-Weißgerber-Schule sehr aktive Partner in unseren gemeinsamen Anstrengungen um eine gelingende Integration der unbegleiteten ausländischen Kinder und Jugendlichen zu finden.“

Die Katharine-Weißgerber-Schule hat eine langjährige Erfahrung im Bereich der sprachlichen und kulturellen Förderung von Jugendlichen mit Migrationshintergrund. Im ersten Schulhalbjahr 2015/16 wurde das Konzept einer Internationalen Klassen als Klarenthaler Model erstmals umgesetzt. Die Schüler kommen aus Afghanistan, Iran, Syrien, Ghana und Italien. Besondere Problemstellungen sind eine fehlende Alphabetisierung, mangelnde Schulerfahrung und damit fehlendes Wissen um schulische Abläufe, Lernstrategien und Prüfungsanforderungen, Umgang mit Schulmaterialien, sowie oftmals Traumatisierung durch Verlust der Eltern und eigene Erlebnisse im Kontext ethnischer Kämpfe, Entwurzelung, körperliche Übergriffe. Die kulturell erfahrenen Lehrer werden durch eine FÖJ-Stelle (Freiwilliges Ökologisches Jahr)unterstützt.

Die Schüler werden angepasst an die Leistungsfähigkeit und den kulturellen Hintergrund unterrichtet. In Zusammenarbeit mit den ansässigen Firmen sowie der Saarstahl-AG werden am so genannten „Berufsorientierten Donnerstag“ erste berufliche Eindrücke vermittelt. „Damit hat die Schule Neuland betreten und eine Pilotfunktion in der saarländischen Schullandschaft übernommen“, lobte Ministerin Bachmann. In einer verstärkten Bindung an die Berufsorientierung unter dem Motto „fit for job“ werden zwei weitere saarländische Akteure in das Projektorientierte Lernen eingebunden, nämlich die Verbraucherzentrale und der saarländische Landfrauenverband.red./dos

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de