Gelebte Erinnerungskultur

Grabmahle auf dem Alten jüdischen Friedhof nach Vandalismus wiederhergestellt

REHLINGEN Er ist ein Ort von besonderer Bedeutung und von besonderer Ausstrahlung: der „Alte jüdische Friedhof“. In Waldwisse, gelegen nahezu exakt auf der deutsch-französischen Grenze.

Vor einigen Monaten wurde diese Stätte der stillen Erinnerung Opfer von blindem Vandalismus. Unbekannte Täter stießen zahlreiche Grabmale um und bewirkten große Schäden, gar Zerstörung.

Umweltminister Reinhold Jost konnte auf dem Wege der Initiierung eines Projektes der „Lothar-Kahn-Schule“ in Rehlingen zur Unterstützung der Restaurierungsarbeiten auf dem jüdischen Friedhof eine ansehnliche Summe in Höhe von 6000 Euro zur Teilfinanzierung des (pädagogischen) Gesamtvorhabens durch die saarländische Toto GmbH bereitstellen lassen.

Zwischenzeitlich sind die Arbeiten zur Wiederherstellung und Wiedererrichtung der Grabmale weitgehend abgeschlossen worden.

Aus diesem Anlass fand eine Gedenkzeremonie auf dem jüdischen Friedhof statt. Vertreter der Jüdischen Gemeinde Thionville dankten Minister Reinhold Jost und Bürgermeister Martin Silvanus für ihre Unterstützung.

Am selben Tage fand in Waldwisse durch Maire Jean-Guy Magard die Enthüllung einer Gedenktafel am Standort der früheren Synagoge statt, die zwischen 1940 und 1941 auf Befehl der Nationalsozialisten zerstört worden war.red./mk

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