Für gute Zusammenarbeit

Fortbildung bei der Feuerwehr Püttlingen - Thema: gemeinsame Einsätze von Feuerwehr und Not

PÜTTLINGEN In den vergangenen Jahren ist die Zahl der gemeinsamen Einsätze, bei denen Feuerwehr und Rettungsdienst zusammenarbeiten, stark ansteigen. Waren es in der Vergangenheit hauptsächlich klassische Brandeinsätze oder Verkehrsunfälle mit verletzten Personen, so nehmen aktuell Einsätze mit dem Einsatzstichwort „Wohnungsöffnung – Person in Wohnung, Tragehilfe oder Unterstützung Rettungsdienst mit Hub-

rettungsfahrzeugen“ stetig zu. Oft ist bei diesen Einsätzen neben den Feuerwehrangehörigen und der Besatzung des Rettungswagens auch ein Notarzt vor Ort.

Bei all diesen Einsätzen ist es für den Notarzt an der Einsatzstelle enorm wichtig, bereits im Vorfeld Kenntnisse über die Ausrüstung, Arbeitsweise, Einsatzmöglichkeiten und –grenzen der Feuerwehr zu haben. Aus diesem Grund hat die Feuerwehr Püttlingen eine Fortbildung für Notärzte angeboten, um den Teilnehmern diese Kenntnisse näher zu bringen. Hierzu konnte der Initiator der Veranstaltung, Michael Bossmann, selbst Notarzt, Feuerwehrarzt, und Mitglied der Feuerwehr Püttlingen, zehn Teilnehmer begrüßen. Der Brandinspekteur für den Regionalverband Saarbrücken, Tony Bender, sowie Wehrführer Thomas Prinz richteten ebenfalls noch ein Grußworte an die Anwesenden.

In einem Theorieblock gab es Informationen zu den organisatorischen Grundlagen der Feuerwehr. Hierbei wurde auch erwähnt, dass beispielsweise nicht jede Feuerwehr über ein Hubrettungsfahrzeug verfügt. Am Beispiel eines Verkehrsunfalls wurde die Zusammenarbeit sowie die Organisation an der Einsatzstelle erläutert. Hier muss eine enge Abstimmung zwischen Feuerwehr und Rettungsdienst stattfinden, so entscheidet der Notarzt über den Rettungsmodus, d. h. je nach Zustand des Patienten erfolgt eine Sofort-, eine schnelle oder eine sogenannte schonende Rettung. Weiterhin wurde auch das Erkennen und die zu treffenden Erstmaßnahmen bei CBRN-Gefahren nähergebracht. Unter CBRN-Gefahren versteht man den Schutz vor den Auswirkungen von chemischen (C), biologischen (B) sowie radiologischen (R) und nuklearen (N) Gefahren.

Nach dem theoretischen Teil bestand für alle Teilnehmer die Möglichkeit, in der Praxis an einem Schrottfahrzeug zu üben. Neben der Entfernung der Fahrzeugscheiben mittels Federkörner bzw. der Frontscheibe mittels Blechaufreißer wurde auch das Arbeiten mit hydraulischen Rettungsgeräten nähergebracht. Hier hatte jeder die Möglichkeit, selbst mit einem Spreizer oder der Rettungsschere an dem Auto zu arbeiten. Einhellige Meinung der Teilnehmer war, dass der Einsatz der hydraulischen Rettungsgeräte gar nicht so einfach ist und die Geräte ein ordentliches Eigengewicht haben. In einem weiteren Teil wurde den Anwesenden die einfache Rettung aus Höhen und Tiefen mittels Hubrettungsfahrzeug demonstriert und erläutert. So konnte jeder einmal in den Drehleiterkorb einsteigen und in die Höhe fahren, um sich Püttlingen aus der Vogelperspektive anzusehen. Im Anschluss erfolgte noch eine Aussprache und die Teilnehmer machten sich mit vielen neuen Eindrücken auf den Nachhauseweg. red./sh

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