Für 150 Blutspenden ausgezeichnet

Gerhard Maldener wurde vom DRK Bliesen für langjährige Hilfe geehrt

BLIESEN Ein nicht alltägliches Jubiläum konnte Gerhard Maldener aus Bliesen feiern: Er hat zum 150. Mal Blut gespendet. Der DRK-Ortsvereinsvorsitzende Uwe Zimmer gratulierte ihm beim Blutspendetermin in Bliesen und überreichte eine Urkunde und Ehrennadel.

Engagement und Treue

Der 78-jährige pensionierte Katasteramtsangestellte Gerhard Maldener ist selbst aktives Mitglied des DRK. 1959 ist er bei einer Erste-Hilfe-Ausbildung beim Ortsverein hängen geblieben und seitdem ununterbrochen dabei. Mit dem Blutspenden hat er am 23. Mai 1967 in St. Wendel angefangen. „Da hatten wir viele Franzosen aus der Kaserne, die Blut gespendet haben“, erinnert er sich. „Zunächst gab es nur einen Blutspendetermin im Jahr im Vergleich zu heute, wo wir viermal im Jahr, also jedes Quartal, zur Spende kommen können“, bemerkt Maldener. Dreimal habe er in der ganzen Zeit mit dem Blutspenden ausgesetzt, einmal war er krank, erinnert er sich weiter. Seine Motivation zum Blutspenden zog er vor allem aus seiner Arbeit beim DRK und so war sein Motto „Erst müssen die Aktiven ran, als leuchtendes Beispiel“.

Besonders in den Ferien oder bei einem langen Wochenende gäbe es zu wenig Blutkonserven, machte Gerhard Maldener auf einen Umstand aufmerksam, der einfach auf das zu jenen Zeiten gestiegene Verkehrsaufkommen zurückzuführen sei. „Da sind die Spender ganz besonders gefordert, für Nachschub zu sorgen“, so Maldener. „Es kann ja jeden treffen, dass er durch einen Unfall oder eine dringende Operation in die Verlegenheit kommt, selbst Blutkonserven zu benötigen“.

Auf Schwund aufmerksam machen

Nach 50 Jahren Mitgliedschaft ist Gerhard Maldener aus dem aktiven Dienst beim DRK ausgeschieden. Und jetzt nach 150 Blutspenden hat er auch seine Spendertätigkeit eingestellt. „Der Körper braucht im Alter einfach viel mehr Zeit, um den Blutverlust wieder auszugleichen und sich zu regenerieren. Daher soll man besser damit aufhören. Aber die 150 wollte ich unbedingt noch voll machen“, erklärte er. „150 Blutspenden bedeuten 75 Liter Blut die Leben retten können“, bedankte sich der DRK-Ortsvereinsvorsitzende Uwe Zimmer bei Gerhard Maldener. Das sei umso wichtiger, da zurzeit die Spendenbereitschaft leicht rückläufig wäre. So waren zum letzten Termin lediglich 56 Spender gekommen, davon war nur einer Erstspender. „In Bliesen werden seit rund 40 Jahren Blutspendetermine durchgeführt. Dabei haben wir rund 14000 Spendern Blut abgenommen“, resümiert Uwe Zimmer.jam

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