Flüchtlinge & junge Deutsche in einem Projekt

Interkulturelle Berufseinstiegsmaßnahme der saarländischen Stahlindustrie 2.0

SAARBRÜCKEN Die Stahlstiftung Saarland ermöglicht jungen Menschen eine berufsvorbereitende Bildungsmaßnahme, an der erstmals Flüchtlinge und junge Deutsche in einem Projekt teilnehmen. Lehrgangsorte sind die Ausbildungswerkstätten der Dillinger Hüttenwerke und der Saarstahl AG in Völklingen.

Eine Ausbildung ist ein entscheidender Faktor bei der Integration von jungen Flüchtlingen. Genauso ist aber auch für hiesige, so genannte „unversorgte Jugendliche“ ein Ausbildungsplatz oft die letzte Chance, doch noch den Weg in ein selbstbestimmtes Leben zu finden. Deshalb hat die Stahlstiftung Saarland gemeinsam mit vier weiteren Partnern das Programm Best 2.0 initiiert. Ziel von Best 2.0 ist die Verbesserung der Einstiegsvoraussetzungen in eine Ausbildung und somit die Eingliederung der aktuell elf jungen Deutschen und 15 Flüchtlingen in den ersten Arbeitsmarkt. Im Laufe der Maßnahme sollen noch weitere Teilnehmer dazu kommen.

„Mit der Maßnahme wird der Weg in Ausbildung und Arbeit sowohl für junge und Saarländer als auch für Flüchtlinge geebnet. Jugendliche, die noch nicht über die erforderliche Berufseignung verfügen oder die einen Flüchtlingsstatus besitzen, können sich dadurch zu wertvollen Fachkräften entwickeln“, sagt Wirtschaftsministerin Anke Rehlinger..

Die Teilnehmer sind maximal 25 Jahre alt und haben eine zweiwöchige Eignungsanalyse zur Bestimmung des jeweiligen Leistungsstands durchlaufen. Dabei wurden soziale und berufsspezifische Kompetenzen wie Lernfähigkeit, Arbeitsplanung, Teamfähigkeit oder Feinmotorik ermittelt. Bis Juli 2017 erlernen die Teilnehmer die Grundlagen in der Elektro-, Metall- und Verfahrenstechnik und werden mit dem Arbeitsleben und den Arbeitsprozessen vertraut gemacht. Prüfungen am Ende eines jeden Lernmoduls und eine kontinuierliche Begleitung durch Mitarbeiter der Verbundausbildung Untere Saar (VAUS) flankieren die Maßnahme.

Finanziert wird die Maßnahme durch die Stahlstiftung Saarland und die Agentur für Arbeit Saarland. red./dos

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