Flüchtlinge in den Arbeitsmarkt einbinden

CDU-Stadtverband Merzig führte erneut Unternehmerabend durch

MERZIG Der CDU-Stadtverband Merzig führte zum wiederholten Male einen Unternehmerabend in Merzig durch. Diesmal ließ man sich vom Merziger Geschäftsführer Heinrich Brühl („BZ Print Services“) beispielhaft zeigen, wie die Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt geschehen kann.

Zu Beginn begrüßte der CDU-Stadtverbandsvorsitzende Jürgen Auweiler die Gäste und stellte nochmals hervor, wie wichtig den Merziger Christdemokraten das Engagement der Unternehmer in der Kreisstadt ist, da diese für Arbeitsplätze und Einnahmen sorgen. Als Tagungsort stellte Peter Brandstätter von „B&R Immobilien“ die Villa Johannes zu Verfügung.

„Im Herzstück des zukünftigen Wohn- und Dienstleistungspark im Gesundheitscampus möchten wir als CDU die Herausforderungen, aber auch die Möglichkeiten einer erfolgreichen Integration von Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt diskutieren“, sagte Jürgen Auweiler mit Blick auf ein mögliches Erfolgsmodell der „BZ Print Services“, die ihren Geschäftssitz ebenfalls in der Villa hat.

Heinrich Brühl stellte in seinem praxisorientierten Vortrag dar, dass nach seinen Erfahrungen die Flüchtlingen so schnell wie möglich in den Arbeitsmarkt integriert werden möchten und auch gerne bereit sind neue Geschäftsfelder zu erschließen. Natürlich gebe es wie in jeder Gesellschaft unterschiedlich motivierte Menschen.

In seiner Firma für Druckerzeugnisse bindet er derzeit den syrischen Flüchtling Issam Zamrek ein, der aus seiner Heimat Erfahrungen aus seiner Tätigkeit als Geschäftsführer einer großen Druckerei einbringt. Um dieses Potenzial und Wissen nicht ungenutzt zu lassen, beschäftigt Heinrich Brühl ihn in seinem Unternehmen zurzeit auf Minijob-Basis.

Kurz- bis mittelfristig möchte er ihn als gleichwertigen Partner aufnehmen, damit Herr Zamrek nicht mehr auf staatliche Unterstützung angewiesen ist. In der syrischen Kultur ist es insbesondere den Familienvätern wichtig, für den Unterhalt ihrer Familie zu sorgen ohne dabei auf staatliche Unterstützung angewiesen zu sein, erläutert Issam Zamrek den Anwesenden.

Zum Schluss stellte die unternehmenspolitische Sprecherin der CDU, Sandra Brühl, noch die Tätigkeiten des Merziger gemeinnützigen Vereins „Die besondere Manufaktur“ vor. Dieser unterstützt zum Einen arabisch sprechende Flüchtlinge in der Region bei Einstieg in den Arbeitsmarkt oder auf dem Weg in die Selbständigkeit. Zum Anderen möchte der Verein auch deutsche Unternehmer bei der Aufnahme von Flüchtlinge unterstützen.

„Mit dem Angebot Hindernisse zu überwinden und Gemeinsamkeiten zu stärken möchte der Verein ein Stück zur Integration beitragen“, betonen Heinrich Brühl und Issam Zamrek als Vertreter des Vereins. red./ti

Eigenen Artikel verfassen Schreiben Sie Ihren eigenen Artikel und veröffentlichen Sie ihn auf wochenspiegelonline.de